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Aus Obdachlosenheim wird eine Kita

Drei Jahre stand das Gebäude leer, jetzt kommt die ehemalige Notunterkunft weg. Und bald eine Kita her - mit besonderen Öffnungszeiten.

Die Zeit läuft ab für das alte Demminer Obdachlosenheim: In dieser Woche wird die Baracke abgerissen.
Thoralf Plath Die Zeit läuft ab für das alte Demminer Obdachlosenheim: In dieser Woche wird die Baracke abgerissen.

Das alte Demminer Obdachlosenheim verschwindet. Seit voriger Woche laufen die Vorbereitungen für den Abriss der Winkelbaracke, die Dämmwolle des flachen Daches liegt schon in Säcken verpackt im Hof. Ein Teil der Wände besteht aus Asbest, die Sondermüllentsorgung geht also noch weiter.

Der schlichte DDR-Zweckbau, alte Demminer kennen ihn noch als einstigen Sitz des VEB Stadtwirtschaft mit seinem Direktor Werner Wrobel, diente der Kommune bis September 2011 als Asyl für Obdachlose. In einem Teil des Gebäudes war eine Kleiderkammer für Bedürftige untergebracht.

Nach dem Abriss der Baracke und dem Beräumen des verwilderten Grundstücks am Mühlenteich sollen hier demnächst die Arbeiten für einen Kindergarten beginnen. Das Trägerwerk Soziale Dienste plant auf dem Gelände eine Kita mit verlängerten Betreuungszeiten – ein Angebot speziell für Eltern mit längeren oder Schichtarbeitszeiten. Mit dem Bau des 24-Stunden-Kindergartens soll im kommenden Frühling begonnen werden.