OPEN-AIR-FESTIVAL

Das sollten Besucher von "Wasted in Jarmen" alles wissen

Das Festival „Wasted in Jarmen“ der Band "Feine Sahne Fischfilet" umfasst erstmals zwei volle Tage und so manche Neuerung. Autofahrer und Badelustige sollten das wissen.
Stefan Hoeft Stefan Hoeft
Auch dieses Mal wird die Zufahrt über den Zarrenthiner Weg wieder gesperrt, lediglich Anwohner dürfen dort durch.
Auch dieses Mal wird die Zufahrt über den Zarrenthiner Weg wieder gesperrt, lediglich Anwohner dürfen dort durch. Stefan Hoeft
Gestern lief bereits die Einzäunung des großen Fan-Camps auf einer Wiese neben dem Zarrenthiner Kiessee. Immerhin h
Gestern lief bereits die Einzäunung des großen Fan-Camps auf einer Wiese neben dem Zarrenthiner Kiessee. Immerhin haben sich an die 3000 Leute mit Übernachtungswunsch angekündigt. Stefan Hoeft
Am Eingang der Badeanstalt Zarrenthin gibt es bereits Hinweise auf die Einschränkungen der nächsten Tage für Ba
Am Eingang der Badeanstalt Zarrenthin gibt es bereits Hinweise auf die Einschränkungen der nächsten Tage für Badegäste. Stefan Hoeft
Jarmen.

Der Countdown für die vierte Auflage des von der Band „Feine Sahne Fischfilet“ als Heimspiel zelebrierten Freiluft-Festivals „Wasted in Jarmen“ (WiJ) tickt. Damit steigt nicht nur bei allen beteiligten Künstlern der Puls, sondern ebenso beim Organisationsteam und den Behörden. Schließlich dürfte das Open Air mit rund 4000 verkauften Eintrittskarten und einer mehrere hundert Köpfe zählenden Crew das bisher größte seiner Art im mittleren Peenetal darstellen.

Zumal es erstmals zwei Tage geht, denn das Programm umfasst den kompletten Freitag und Sonnabend (30./31. August). Wobei so mancher Besucher aus der Ferne wahrscheinlich bereits am Donnerstag anrückt, um sich im Fan-Camp niederzulassen. Diesmal allerdings vor und nicht hinter den Toren der Badeanstalt Zarrenthin.

Das öffentliche Strandgelände am Kiessee dient 2019 neben dem Motoballplatz als zweiter Veranstaltungsort mit einem eigenen umfangreichen Repertoire an Kultur- und Gesprächsangeboten – samt Theater und Arschbomben-Contest sowie inklusive Bühne und kulinarischer Versorgung. Zu diesem Zweck hat der extra für das WiJ gegründete Trägerverein Hinterlandkultur die Freizeit-Oase wieder von der Betreibergemeinde Bentzin gepachtet, übt für diese Tage also das Hausrecht aus.

Zarrenthiner Weg schon ab Donnerstagfrüh gesperrt

Für das Zelt-Dorf der Anhänger von Feine Sahne Fischfilet – es haben sich an die 3000 Übernachtungsgäste angekündigt – steht hingegen eine aus Privathand gemietete große Wiese gleich in der Nachbarschaft zur Verfügung. Gestern begann die Einzäunung und das Aufstellen beispielsweise der Mobiltoiletten. Eine zweite Weide daneben dient als Parkplatz für die Fahrzeuge der Camper. Beides wird strikt auseinandergehalten und niemand darf mit seinem Wagen außer bei der Ab- und Anreise umherkutschieren, lautet die Ansage von Vereinssprecher Stefan Lampe. „Wir wollen nicht, dass die Leute da ständig hin und her fahren.“

Schließlich soll der Zarrenthiner Weg von der Stadt bis an die Badeanstalt komplett als Rettungsgasse frei gehalten werden, wie der Jarmener Vizebürgermeister und Ordnungsamtsleiter Rainer Hardt erläutert. Deshalb wird diese Direktverbindung ab Donnerstag um 8  Uhr bis einschließlich Sonntag für jeden anderen Verkehr gesperrt. Im ersten Abschnitt von der Demminer Straße bis zum Sportplatz-Stichweg gilt das sogar für sämtliche Fahrzeuge – Anlieger und dort tätige Firmen ausgenommen. Als Zuwegung fürs WiJ und seine Gäste diene alleine die Einfahrt zwischen Waldperle und Reitsportgelände.

Langer Fußmarsch wird nötig

Letzteres fungiert erneut als großer Parkplatz für die Tagesgäste, diesmal aber sowohl für die des Festivals als auch die der Badeanstalt. Aus Sicherheits- und organisatorischen Gründen, sprich um ein Chaos zu vermeiden, müssten die Besucher des Kiessee-Strandes bis Sonntag einen längeren Fußmarsch in Kauf nehmen, wirbt Stefan Lampe um Verständnis. Nur für besonders alte Leute, Gehbehinderte und Schwangere stehe eine begrenzte Zahl Stellflächen nahe der Freizeit-Oase zur Verfügung. Wer da Hilfe benötige, solle einfach die Crew am Eingang kontaktieren.

Das Gelände der Badeanstalt bleibt trotz der Kulturangebote aber für jeden Sonnen- und Wasseranbeter frei zugänglich, so die Vereinbarung mit der Kommune. Es könne lediglich zu Stoßzeiten mal Beschränkungen geben, sollte es der Security auf dem Areal zu voll sein. Ob und wie ist aber völlig unklar. „Wir haben da ja noch keinerlei Erfahrungen“, so der Organisationschef.

Glasflaschenverbot für gesamte Festival-Zone

Fest steht derweil, dass in der gesamten Party-Zone vom Motoball-Areal bis ans Kiessee-Ufer Glasflaschenverbot besteht. Sprich wer eigene Getränke mitbringen will, sollte das in Büchsen und Plastikbehältern tun, egal ob nun zum Baden oder wilden Feiern. Denn niemand will es dort mit Scherben und deren eventuell bösen Folgen zu tun haben.

„Am Donnerstag wird es noch mal vor Ort ein Treffen von uns mit dem Veranstalter und der Polizei geben für die letzten Feinabsprachen“, kündigte Vizebürgermeister Hardt an. Nach den Erfahrungen der drei Vorjahre indes sieht er keine Probleme auf die Stadt zukommen. Den Lärm eines solchen Festivals müssten die Leute laut der Gesetzgebung Mecklenburg-Vorpommerns jedenfalls für bis zu zehn Tage pro Jahr hinnehmen. „Aber wir haben vereinbart, dass die Live-Konzerte Freitag und Sonnabend höchstens bis Mitternacht gehen, und danach werden die Regler runtergedreht“, so der Ordnungsamtsleiter.

 

 

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