Wann die Marktsüdseite aufgemöbelt wird – ob bepflanzt oder bebaut – ist weiterhin offen.
Wann die Marktsüdseite aufgemöbelt wird – ob bepflanzt oder bebaut – ist weiterhin offen. Karsten Riemer
Stadtentwicklung

Demmin kommt mit der Markt-Aufhübschung nicht voran

Was wird mit der Südseite des Demminer Marktes? Ob Bebauung oder Bepflanzung – beide Ansätze aus Verwaltung und Politik stagnieren. Das sind die Gründe.
Demmin

Wie geht es weiter mit Demmins Marktsüdseite? Eine Frage, die Verwaltung und Politik seit Jahren beschäftigt. Im Grunde herrscht zwar Einigkeit, dass die Fläche wieder bebaut wird – doch wann, ist völlig offen. Zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung kommen die Pläne diesbezüglich nicht voran. Zwar hatte Bürgermeister Thomas Witkowski Ende des vergangenen Jahres die Zusammenarbeit mit einem Anklamer Ingenieurbüro verkündet, das Exposé zur möglichen Bebauung lässt aber auf sich warten.

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„Wir sind mit dem Büro nach wie vor in Kontakt und arbeiten das weiter aus“, sagt Witkowski. Demnach verharrt das städtische Dauerthema noch immer im Status der Vorplanung. Ein ähnliches Schicksal, das auch die Übergangslösung ereilt hat.

Fokus auf der Begrünung

Im März des vergangenen Jahres brachte die UWG den Antrag ins Spiel, dass die Marktsüdseite auf Basis von Schülerideen aus dem Jahr 2019 begrünt werden soll. Klares Ziel: Das Areal optisch aufwerten. In der Stadtpolitik stieß der Vorstoß durchaus auf Gegenliebe. Trotz Anmerkungen aus der Verwaltung, dass eine Bebauung dennoch forciert wird, einigte sich das Parlament auf einen entsprechenden Beschluss – inklusive Auftrag an die Verwaltung zeitnah notwendige Planungsschritte vorzunehmen.

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„Wir haben das nach wie vor auf der Agenda“, so Bauamtsleiter Dietmar Schmidt. Allerdings gebe es für den gesamten Marktbereich eine gewisse Aufgabenverschiebung. Im Fokus liege daher zunächst die Marktbegrünung an sich. Für den UWG-Vorstoß zur Südseite bleibt es damit vorerst bei der Vorplanung. Ein Punkt, der sich in den Haushaltsunterlagen der Stadt widerspiegelt. Große Summen für eine Bepflanzung fehlen in der diesjährigen Investitionsliste.

Schul-Sanierung derzeit wichtiger

Nichtsdestotrotz sieht UWG-Fraktionschefin Kathrin Giebener-Trost für die Idee keine Gefahr. „Wir haben es beschlossen, dann wird das auch gemacht“, sagt sie. Nur der Zeitrahmen sei eben noch ungewiss. Grund dafür ist unter anderem die Einigung von Stadt und Politik, bestehende Maßnahmen zu priorisieren. „Wir haben der Verwaltung zugestanden, dass erst die wichtigen Dinge abgearbeitet werden“, so die Fraktionschefin. Vor allem die Sanierung der Pestalozzi-Schule dominiert dieses Feld. „Und es sollten nicht überall angefangene Projekte sein“, sagt sie.

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Offen ist in diesem Kontext jedoch, wann die Marktsüdseitenbepflanzung dann eine realistische Chance hat, auf der Agenda nach vorne zu rutschen. Für 2023 sieht Bauamtsleiter Schmidt die Umsetzung zumindest als fraglich an. „Pflanzzeit ist im Allgemeinen aber ohnehin erst im Herbst, bis dahin gibt es einen neuen Stand, wie es mit dem Areal weitergeht“, sagt er. Auch in den politischen Gremien solle die Thematik voraussichtlich noch eine Rolle spielen.

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