Spielfilmprojekt

Demmin stellt sich geschlossen hinter die Kamera

Das Filmprojekt im Demminer Umland nimmt weiter Fahrt auf. Viele Akteure aus der Stadt wollen die Künstler unterstützen.
Bei einem ersten Treffen war die Zustimmung zum Filmprojekt eindeutig. Viele wollen helfen.
Bei einem ersten Treffen war die Zustimmung zum Filmprojekt eindeutig. Viele wollen helfen. Christine Gerhard
Demmin

Dass in der Hansestadt und der näheren Umgebung größere Film-Crews unterwegs sind und ihre Projekte voranbringen, hat Seltenheitswert. Doch das unabhängige Filmkollektiv „Generation Tochter“ hat genau das vor.

Der zweite Drehblock ihres Spielfilms soll in der Region aufgezeichnet werden. Doch unabhängig zu sein, bedeutet eben nicht nur Vorteile. Ohne Unterstützung von außen lässt sich ein so ambitioniertes Vorhaben kaum umsetzen. Nur gut, dass es Akteure in Demmin und Umland gibt, die jungen Kulturschaffenden unter die Arme greifen.

Hilfe von Requisiten bis zu Unterkünften

„Das gesamte Team hat sich total über die Möglichkeiten gefreut“, so Charlotte Heimann vom Kollektiv. Vorausgegangen war dem ein Vernetzungstreffen auf Initiative des Nordkurier in der Demminer Beermann-Arena. Mit dabei Kulturamtsleiter Ronny Szabó, Karsten Behrens vom Heimatverein, Pyrotechniker Christoph Peisker, Hannah Kuke vom Verein T30 sowie die Gruselprofis der Gruppe „Freaks & Co“ Ariane Witt und Antonio Poutoru. Der Tenor zum Projekt war einstimmig: Wir helfen.

Und das mit ganz konkreten Mitteln. Ob Requisiten, Statisten, Technik oder Unterkünfte und Drehorte –die Liste der Angebote ist lang. Zudem wurde das Netzwerk weiter gespannt. „Wir haben vielleicht die Möglichkeit, bei Giebener und Trost Autos zu leihen“, sagt Heimann. Für die angedachten Actionszenen ein wichtiger Faktor.

Stadt berät über finanzielle Unterstützung

Einziger Wermutstropfen an dem Projekt: Zwar werden die Szenen in Vorpommern gedreht, spielen soll die Handlung jedoch in Brandenburg. Ein prominenter Platz für das Demminer Ortsschild ist damit vom Tisch. Jedoch gibt es einen Wunschdrehort, der das ausgleichen könnte. „Der Speicher am Hafen ist unser absoluter Favorit“, sagt die Filmemacherin. Und dieser hätte durchaus Wiedererkennungswert.

Wie weit sich die Unterstützung durch die Hansestadt noch ausdehnen wird und ob eventuell sogar noch ein finanzieller Zuschuss möglich ist, wird sich in den kommenden Tagen entscheiden. „Wir sprechen da bei der Amtsleiterberatung am Montag nochmal drüber“, so Kulturamtsleiter Szabó.

Wer möchte, kann sich jedoch jederzeit daran beteiligen, dass Demmin in der Filmwelt groß raus kommt. „Wir brauchen weiterhin Unterkünfte wie Ferienwohnungen“, sagt Heimann. Zudem läuft die Crowdfunding-Kampagne, durch die das Projekt größtenteils finanziert wird auf der Internetseite www.startnext.com/generationtochter noch über das Wochenende weiter. „Wir haben da das erste Ziel schon erreicht“, sagt sie. Mehr als 20 000 Euro sind dank der bisher 294 Unterstützer bereits zusammengekommen.

Der Demmin-Überblick per Mail

Was gibt's Neues im Demminer Land? Unsere Reporter fassen wöchentlich die wichtigsten Nachrichten und Geschichten für Sie in unserem kostenlosen Newsletter zusammen. Jetzt schnell anmelden!

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Demmin

zur Homepage