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Kurzfristig muss die Hansestadt einen neuen Essenanbieter für die Schulspeisung finden. Damit es schnell geht, wird auf eine öffentliche Ausschreibung verzichtet. Franziska Kraufmann
Schulen

Demmin sucht neuen Anbieter für Schulessen

Der Essensversorger für zwei städtische Schulen hat gekündigt. Damit es nach den Ferien weiter Mittag geben kann, sucht die Stadt nun nach neuen Anbietern.
Demmin

Dass in der Stadtvertretung Beschlussvorlagen auf den Tisch kommen, die vorher nicht ihre Runden durch die zuständigen Ausschüsse gedreht haben, hat Seltenheitswert. Sonderlich beliebt sind die sogenannten Tischvorlagen – aufgrund fehlender Beratungszeit – bei den Abgeordneten zudem allerdings nicht. Doch bezüglich der Mittagsversorgung an der Fritz-Reuter-Schule und der Heinrich-Zille-Schule mussten auf der Sitzung am Mittwoch Nägel mit Köpfen gemacht werden. Denn der bisherige Vertrag für die Schulspeisung endet am 31.  Juli.

„Für uns war klar, dass wir schnellstmöglich einen Essensversorger organisieren, wenn möglich bis nach den Ferien“, so Demmins Schulamtsleiter Jörg Küthe. Aus diesem Grund stand für die Stadtvertreter zunächst eine ungewohntere Vergabeart für die Leistung auf der Agenda. Denn damit es mit dem neuen Anbieter rechtzeitig klappen kann, wäre eine öffentliche Ausschreibung, wie sie üblich ist, laut Küthe nicht zielführend. Darüber hinaus bestehe in diesem Zusammenhang kein Zwang für den gewohnten Vergabeweg. So sei das finanzielle Volumen deutlich unter der entsprechenden Grenze für eine derartige Ausschreibung.

Verhandlungsvergabe ohne Teilnehmerwettbewerb

Am Ende votierten die Stadtpolitiker daher einstimmig für die vorgeschlagene Verhandlungsvergabe ohne Teilnehmerwettbewerb. Ein Beschluss, welcher der Verwaltung zügige Handlungsoptionen ermöglicht. „Heißt, wir schreiben jetzt drei oder vier Unternehmen an und bitten um Angebote“, so Küthe. Die wirtschaftlichste Kalkulation soll dann den Vorzug bekommen. Eine Entscheidung, die die Verwaltung abschließend ohne neuerlichen Beschluss der Stadtvertretung treffen kann.

Tatsächlich ist der Bedarf an einer Schulspeisung in der jüngsten Vergangenheit jedoch eher rückläufig, wie der Schulamtsleiter festhält. „Wir hoffen, dass es mit neuem Anbieter schmeckt und die Essen dann wieder mehr werden“, so Küthe.

50 Portionen pro Schule hat die Verwaltung in der aktuellen Schätzung für das mögliche Kostenvolumen zu Grunde gelegt. 80 000 Euro sind insgesamt jährlich kalkuliert. Ob die Angebote dem entsprechen oder deutlich darüber oder darunter liegen, ist jedoch offen. Für den städtischen Haushalt macht das allerdings ohnehin keinen Unterschied. Denn die Schulspeisung wird durch die Essensbeiträge der Schüler finanziert. Nach aktueller Schätzung soll sich dieser bei rund vier Euro pro Person einpendeln.

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