Malerisch gelegen, lockt die Hansestadt jedes Jahr Touristen an – deren Zahl könnte in den kommenden Jahren weiter steigen. Was bedeutet das für die Menschen vor Ort?
Malerisch gelegen, lockt die Hansestadt jedes Jahr Touristen an – deren Zahl könnte in den kommenden Jahren weiter steigen. Was bedeutet das für die Menschen vor Ort? NK-Montage/Fotos: ZVG/Archiv/Riemer
Bürgerdialog

Demmin und der Tourismus: Was ist den Einwohnern dabei wichtig?

Die touristische Entwicklung ist eines der Zukunftsziele der Hansestadt Demmin. Doch verträgt sich das mit den Wünschen der Bürger? Am Donnerstag können Sie darüber diskutieren.
Demmin

Bis die Saison startet, sind es noch ein paar Monate hin – der Tourismus spielt in der Hansestadt Demmin dennoch eine dauerhafte Rolle. Ob Sicherung der Personenschifffahrt oder Großprojekte, wie der Umbau des Hafenareals für touristische Belange – von Verwaltung und Politik als Zukunftsziele Demmins ausgelobt, sind zumindest die Ideen diesbezüglich breit gefächert. Zwar ist der Fortschritt bei den neueren Ideen, Gäste in die Stadt zu lotsen – sei es der Tourismushafen oder die Sanierung von Haus Demmin – noch überschaubar, doch mit dem, was bereits Bestand hat, soll auch entsprechend geworben werden.

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Geld für Wegweiser im Etat eingeplant

„Am Ende läuft alles auf Marketing hinaus“, so die Inhaberin der Stabsstelle für Marketing, Tourismus und Wirtschaftsförderung Nancy Klevenow. Werbung für Demmin also, die jedoch nicht nur auf Urlauber ausgelegt sein, sondern auch die Hansestädter selbst ansprechen soll.

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Nichtsdestotrotz zeigen sich unter den städtischen Vorhaben für dieses Jahr auch solche, die explizit den Tourismus ins Auge fassen. So sind unter anderem 60 000 Euro im Haushalt kalkuliert, um sogenannte Zielspinnen – Wegweiser zu den städtischen Sehenswürdigkeiten – aufzustellen.

Demmin empfiehlt sich als Ziel für Bustouristen

Und die Zahl derer, die so eine Orientierungshilfe überhaupt benötigen, könnte laut Klevenows Plänen in diesem Jahr deutlich zunehmen. „Der Bustourismus gewinnt an Bedeutung“, sagt sie. Kontakt zu einem passenden Anbieter gebe es bereits. „Man kann sich dort listen lassen und die erstellen dann Tagestouren“, so Klevenow. Demmin selbst sowie das Hanseviertel im Speziellen, sollen so in diesem Jahr beworben werden. Darüber hinaus plant die Stabsstelleninhaberin, ein Touristikernetzwerk in Demmin zu entwickeln und darüber die hiesigen Akteure zu stärken.

Tourismusverband will Einwohner einbeziehen

Offen bleibt indes weitgehend, wie genau die Bürger der Stadt in die kurz- bis langfristigen Pläne mit einbezogen werden und an welcher Stelle es diesbezüglich möglicherweise Reibungspunkte gibt. Fragen, die auch den Tourismusverband Mecklenburg-Vorpommern umtreiben. Schon vor einiger Zeit rief dieser daher die Initiative „Wir sind Urlaubsland“ ins Leben, um die Akzeptanz des Tourismus in der Bevölkerung zu heben.

Zuerst wollen die Touristiker dabei herausfinden, wo genau die Probleme liegen – und haben hierzu die regionalen Medienhäuser um Mithilfe gebeten. Nach dem Auftakt zu einer Reihe vonBürgerdialog-Veranstaltungen, bei denen die Bevölkerung zu Wort kommen soll, in Anklam sind am Donnerstag um 18 Uhr die Demminer gefragt, ihre Meinung kundzutun.

Vor allem Bürger sollen zu Wort kommen

Eröffnet wird die Diskussion in der Fritz-Reuter-Schule von Vertretern der lokalen Wirtschaft, dem Ehrenamt sowie der Verwaltung. Danach können und sollen sich aber vor allem die Besucher zu Wort melden. Man habe es „versäumt, die Menschen rechtzeitig mitzunehmen“, sagte der Landestourismusbeauftragte Tobias Woitendorf kürzlich im Nordkurier-Interview. Die Veranstaltungen in Demmin und anderen Städten sollen dazu eine Gelegenheit sein.

Diskutieren Sie am Donnerstag mit

Gemeinsam mit dem Tourismusverband MV veranstaltet die Nordkurier Mediengruppe mehrere Bürgerforen. Wo hakt es? Was wird zur Belastung? Wie sind Einheimische und Gäste in Einklang zu bringen? Teilnehmer können zuhören, sich aber auch selbst zu Wort melden. Die zweite von insgesamt drei Veranstaltungen findet am Donnerstag, 26. Januar, um 18 Uhr in Demmin in der Aula der Fritz-Reuter-Schule statt. Die Moderation übernimmt der Demminer Nordkurier-Chefreporter Karsten Riemer. Der Eintritt ist frei, kurzfristige Anmeldungen sind unter www.nordkurier.de/buergerdialog sowie unter Tel. 0395 35116134 möglich.

 

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