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Demminer Ansichten vom Hubschrauber aus

Die Kapsel am Bug des Hubschraubers enthielt die kreiselstabilisierte Kamera.  
Die Kapsel am Bug des Hubschraubers enthielt die kreiselstabilisierte Kamera.  
Georg Wagner

Kirchturm, Speicher, Stadtkern - im nächsten Jahr könnte manches aus der Vogelperspektive zu sehen sein.

Das typische Knattern eines Hubschraubers riss jetzt in Demmin manchen Bürger aus der Geruhsamkeit des Sonntagnachmittagskaffees. Immer wieder kreiste der Helikopter über der Stadt, von Westen aus betrachtet scheinbar im Bereich über dem Kirchturm, den alten Speichern am Hafen und den überfluteten Poldern zwischen Peene und Stuterhof - an der „Nase“ einen eimerartigen Behälter. Und der enthielt schließlich eine Kamera.

Der Helikopter des Unternehmens „Cineflight“, so war am Montag zu erfahren, war im Auftrag des Norddeutschen Rundfunks unterwegs. Denn der Sender plant für das nächste Jahr einen Beitrag oder auch einen Zweiteiler „Mecklenburg-Vorpommern von oben“. Wann genau er gesendet wird, steht bislang so wenig fest wie die genaue Länge. Allerdings unternehme man einen Teil der Flüge schon jetzt, der Jahreszeit wegen und auch um Vorlauf zu haben. „Manche Bilder lassen sich nur jetzt machen“, sagte eine Sprecherin auf Anfrage.

 Dass der Helikopter immer wieder die gleiche Runde drehte, liege in der Natur der Sache, so Kameramann Dieter Goerke. Manche Bilder mache man, indem man das Motiv immer wieder umkreise. Das betraf in Demmin beispielsweise den Stadtkern. Die letzte Tour führte schließlich direkt über den Kirchturm.

Für die Aufnahmen stand Goerke moderne Technik zur Verfügung. In der Kapsel am Bug des Hubschraubers war eine kreiselstabilisierte Kamera installiert, die er mit dem Redakteur an seiner Seite vom Inneren des Hubschraubers aus steuern konnte. Nach Angaben des in der Nähe von Hamburg ansässigen Unternehmens „Cineflight“ handelt es sich um eines der wenigen dieser Systeme in ganz Norddeutschland.