NACHRUF AUF HANS-JOACHIM SCHWERIN

Demminer Ehrenbürger verstorben

Er war der letzte noch lebende Ehrenbürger von Demmin – nun starb er im Alter von 90 Jahren. In der Stadt soll seiner mit einer Trauerfeier und einer Totenwache gedacht werden.
Georg Wagner Georg Wagner
Seiner Heimatstadt Demmin war Hans-Joachim Schwerin bis zu seinem Tod verbunden.
Seiner Heimatstadt Demmin war Hans-Joachim Schwerin bis zu seinem Tod verbunden. Georg Wagner (NK-Archiv)
Demmin.

Wenn Demmins Bürgermeister Michael Koch am 9. März die Gäste zum Jahresempfang begrüßt, wird ein Ehrenbürger fehlen. Wie jetzt bekannt wurde, ist Dr. Hans-Joachim Schwerin am Dienstag im Alter von 90 Jahren in Brandenburg verstorben.

Der frühere Superintendent im Kirchenkreis Demmin setzte sich nicht nur engagiert für die Menschen vor Ort ein. Die Stadt bescheinigt ihm auch besondere Verdienste in der Wendezeit. Er „konnte durch sein umsichtiges und konsequentes Handeln während der politischen Wende 1989/90 in der DDR bewirken, dass alle Demonstrationen in der damaligen Kreisstadt Demmin und auch die Besetzung der Stasizentrale in der Heinestraße friedlich verliefen”, hieß es in einer Veröffentlichung zu seinem 90. Geburtstag.

Für seine Verdienste überreichte ihm der frühere Bürgermeister Ernst Wellmer am 25. Juni 1991 die Ehrenbürgerurkunde, sein Kontakt zu ihm blieb über die Jahre bestehen. Nach dem Studium der Geschichte, Germanistik, Philosophie und Theologie war er von 1957 bis 1991 Pfarrer und Superintendent in Demmin.

Am 21. Februar erlag Hans-Joachim Schwerin einer Erkrankung. Die Trauerfeier für ihn findet am Montag, 6. März, um 11 Uhr in der Kirche St. Bartholomaei statt, die Traueransprache wird die frühere Demminer Pastorin Friedburg Gerlach halten. Zuvor will die Stadt von 9 bis 10 Uhr im Festsaal des Rathauses eine Totenwache halten. Dort können sich Vertreter der Kirchen, Vereine, Verbände und Bürger in ein Kondolenzbuch eintragen.

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