BRANDSCHUTZ

Demminer Feuerwehr braucht dringend neue Technik

Der Brandschutz in der Stadt ist zwar noch gewährleistet – aber ohne Investitionen wird es in Zukunft nicht gehen. Im Rathaus plant man bereits dafür.
Georg Wagner Georg Wagner
Manches Fahrzeug der Demminer Feuerwehr hat zwar schon einige Jahre auf den Achsen, aber insgesamt ist laut Bürgermeister der Brandschutz in der Stadt gesichert. Trotzdem werden in nächster Zeit Investitionen für Ersatz nötig.
Manches Fahrzeug der Demminer Feuerwehr hat zwar schon einige Jahre auf den Achsen, aber insgesamt ist laut Bürgermeister der Brandschutz in der Stadt gesichert. Trotzdem werden in nächster Zeit Investitionen für Ersatz nötig. Georg Wagner
Ohne Technik geht es nicht: Ihre Funktionsfähigkeit zu prüfen, ist ein Teil des Übungsprogramms der Freiwilligen Feuerwehr. Dabei wird auch so manches Problem der betagteren Ausrüstung deutlich.  Foto: Georg Wagner
Ohne Technik geht es nicht: Ihre Funktionsfähigkeit zu prüfen, ist ein Teil des Übungsprogramms der Freiwilligen Feuerwehr. Dabei wird auch so manches Problem der betagteren Ausrüstung deutlich. Foto: Georg Wagner
Demmin.

Auf die Hansestadt Demmin werden in den nächsten Jahren aller Voraussicht nach erhebliche Investitionen in die Feuerwehr zukommen. Denn zum einen muss sie Geld zur Verbesserung der Löschwasserversorgung ausgeben, und zum anderen wird Schritt für Schritt neue Technik fällig.

Auch wenn die städtischen Brandschützer hier besser dastehen als ihre Kollegen in den Dörfern, wo das Durchschnittsalter der Fahrzeuge im Amtsbereich Demmin-Land 34 Jahre betragen soll, wird es doch nicht ganz ohne Ersatz abgehen. Das machte der frühere Wehrführer Thomas Rohleder jetzt in seinem letzten Jahresbericht deutlich. Außer einem neuen Einsatzleitwagen sei in nächster Zeit auch ein neues Löschfahrzeug nötig, betonte er.

Kauf eines neuen TLF 3000 geplant

Das hat sich auch im Rathaus schon herumgesprochen, und Investitionen in den Brandschutz sind auch geplant. So sollen laut Bürgermeister Michael Koch (CDU) noch in diesem Jahr drei Löschwasserbrunnen hergestellt werden. Zudem wird die Feuerwehr vom Landkreis wie bereits berichtet einen Einsatzleitwagen als Dauerleihgabe erhalten. Für dessen Ausrüstung muss allerdings die Stadt aufkommen.

Für das nächste Jahr plant die Stadt dann den Kauf eines Tanklöschfahrzeugs TLF 3000 und will dafür in absehbarer Zeit Fördermittel beantragen. „Weitere Investitionen“, so Michael Koch, „ergeben sich dann aus dem zur Genehmigung noch beim Landkreis befindlichen Brandschutzbedarfsplan.“

Ohne Förderung wird es nicht gehen

Derzeit wartet man im Rathaus und bei der Feuerwehr sehnsüchtig darauf, dass dieses Papier den nötigen Prüfstempel erhält. Eingereicht hatte ihn die Stadt laut Koch schon im Mai des vorigen Jahres. „Wir hoffen, dass er endlich geprüft wird.“ Wann er vom Landkreis zurückkommen könnte, war am Montag nicht mehr zu erfahren.

Doch auch unabhängig von dem Plan ist offensichtlich, dass die Stadt in ihren künftigen Haushalten nicht gerade mit Kleckerbeträgen rechnen kann. Allein das TLF 3000 kostet circa 400.000 Euro. Insofern würden auch die Investitionskosten in den Folgejahren erheblich, vermutet der Bürgermeister. „Daher ist eine sinnvolle Förderung vom Landkreis und Land anhand des Brandschutzbedarfsplanes auch zukünftig unbedingt erforderlich.“

Im Umkehrschluss lässt sich das auch lesen als: Ohne die Förderung wird es nicht gehen. Allerdings kommt es wohl auch nicht auf einige Monate an, obwohl ein Teil des Fuhrparks bereits einige Jahre alt ist. „Grundsätzlich“, erklärte der Bürgermeister auf Anfrage des Nordkuriers, „ist mit dem gegenwärtigen Technikstand der Brandschutz in Demmin nach wie vor gesichert.“

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