Rund 30 Bürger versammelten sich wegen des Attentates in Hanau zur Mahnwache. Foto: Kai Horstmann
Rund 30 Bürger versammelten sich wegen des Attentates in Hanau zur Mahnwache. Foto: Kai Horstmann Kai Horstmann
Mahnwache

Demminer gedenken der Toten von Hanau

Der Anschlag eines Rassisten im hessischen Hanau hat auch viele Menschen in Demmin erschüttert. Einige Demminer reagierten sofort.
Demmin

Als die Nachricht von neun ermordeten Menschen mit ausländischen Wurzeln im hessischen Hanau in der Hansestadt bekannt wurde, waren zahlreiche Demminer geschockt. Dem folgte die Trauer, die in Wut überging und in einer spontanen Mahnwache auf dem Luisenplatz endete. Dabei spielte es keine Rolle, dass der Attentäter nicht nur sich, sondern auch noch seine Mutter hinrichtete. Innerhalb von wenigen Stunden verbreitete sich der Aufruf zur Mahnwache in der Hansestadt, dem etwa 30 Bürger folgten, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen. Einige schrieben sogar noch schnell ein Transparent. Vor allem Mitglieder der Linken, der SPD und dem Aktionsbündnis 8. Mai beteiligten sich an der Kundgebung.

Für Heinz Wittmer vom Aktionsbündnis 8. Mai richtet sich die Wut vor allem gegen alle Nazis und Rassisten. Zugleich denkt er an den Satiriker Jan Böhmermann, der die AfD als den verlängerten Arm des Rechtsterrorismus bezeichnete. „Der hiesige AfD-Landtagsabgeordnete Sandro Hersel schrieb 2017 in einem Chat mit AfD-Mitgliedern: ,Brennende Flüchtlingsheime sind kein Akt der Aggression, sondern ein Akt der Verzweiflung gegen Beschlüsse von oben.‘ Die AfD schafft mit ihrer rassistischen Hetze das Klima für solche Taten. Deshalb stehen wir hier“, betont Heinz Wittmer.

Auch in Neubrandenburg fand eine Mahnwache statt.

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