PLATTDEUTSCH

Demminer Gymnasium holt sich Museum in die Schule

Der Kooperationsvertrag zwischen dem Goethegymnasium und dem Literaturmuseum in Stavenhagen ist unterzeichnet. Der Schulleiter will ein Museum in der Schule und Schüler im Museum.
Gudrun Herzberg Gudrun Herzberg
Er ist unterzeichnet, der Kooperationsvertrag zwischen dem Goethegymnasium und dem Literaturmuseum in Stavenhagen, für das Profilgymnasium in Niederdeutsch. Schulleiter Dirk Kollhoff und Museumsleiter Marco Zabel halten die Verträge in den Händen.
Er ist unterzeichnet, der Kooperationsvertrag zwischen dem Goethegymnasium und dem Literaturmuseum in Stavenhagen, für das Profilgymnasium in Niederdeutsch. Schulleiter Dirk Kollhoff und Museumsleiter Marco Zabel halten die Verträge in den Händen. Gudrun Herzberg
Demmin.

Neu ist Niederdeutsch für das Demminer Gymnasium nicht. Seit Jahren wird die hiesige Mundart dort als Wahlpflichtfach unterrichtet, sagt Schulleiter Dirk Kollhoff. Jetzt sah er in der stärkeren Zuwendung zur Sprache von Dichtern wie Fritz Reuter eine Möglichkeit, neben dem Musikzweig eine zusätzliche Profilierung zu erreichen.

In dieser Woche wurde daher ein Kooperationsvertrag mit dem Reuterstädter Literaturmuseum unterzeichnet. Man sei jetzt dabei, weitere Ideen für die Zusammenarbeit zu suchen. „Es geht dabei um Aktionen für das nächste Schuljahr.“, so Dirk Kollhoff. „Wir planen Projekttage und eine Festwoche“, verrät er schon mal.

 

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Kommentare (1)

Das Plattdeutsch ist eine aussterbende Sprache. An dieser Tatsache wird auch der Aktionismus des Demminer Goethe-Gymnasiums nichts mehr ändern können. Zwar ist alles besser als nichts zu tun. Doch wenn eine Sprache nicht auch von den jungen Menschen im Alltag gesprochen wird, so ist sie verloren. In der Schweiz dagegen wird das Schwizerdütsch nach wie vor in allen Generationen gesprochen und immer mehr auch geschrieben, obwohl es dafür gar keine Regeln gibt. Hochdeutsch dagegen ist bei den Schweizern im Alltag verpönt. Sie lernen sie es erst in der Schule. Das war bei unseren Großeltern auch so. Kaum zu glauben, dass das erst hundert Jahre her sein soll.