PROBLEMSTRAßE HOPFENFELD

Demminer Huckelpisten-Sanierung läuft nach Plan

Ende Oktober wurde in der Problemstraße am Hopfenfeld der erste Spatenstich gesetzt. Seitdem geht es auf der Baustelle ordentlich voran. Dennoch haben einige Anwohner Bedenken.
Voraussichtlich Ende Juli 2020 sollen die Arbeiten am Hopfenfeld komplett abgeschlossen sein.
Voraussichtlich Ende Juli 2020 sollen die Arbeiten am Hopfenfeld komplett abgeschlossen sein. Tobias Holtz
Demmin.

„Wir liegen sehr gut im Zeitplan“, betonte Demmins Bauamtsleiter Dietmar Schmidt, als sich der Nordkurier in dieser Woche nach dem Fortschritt der Arbeiten am Hopfenfeld erkundigte. Seit dem ersten Spatenstich Ende Oktober hat sich auf der Baustelle einiges getan: Mit schwerem Gerät wurde ein Teilstück der von Schlaglöchern und Rissen übersäten Straßendecke abgetragen und vorübergehend mit Sand aufgeschüttet. Auch erste Hausanschlüsse der Anlieger sind an die neuen Versorgungsleitungen umgeklemmt worden.

„Im Januar geht es dann mit den erforderlichen Tiefbaumaßnahmen weiter“, versicherte der Mann vom Bauamt. Denn parallel zur Straßensanierung wird der Wasser- und Abwasserzweckverband Demmin/Altentreptow die komplette Kanalisation erneuern und ein neues Doppel-Pumpwerk installieren. Genau das ist auch der Grund dafür, warum die Anwohner am Hopfenfeld trotz wegfallender Straßenausbaubeiträge zur Kasse gebeten werden.

Pro Haushalt bis zu 350 Euro fällig, teils auch bis zu 2000 Euro

Allein für die notwendigen Abdichtungsarbeiten des Mauerwerks und der Rohrdurchführungen sind pro Haushalt bis zu 350 Euro fällig. Besitzer von Grundstücken, die neu an das Regenwassersystem angeklemmt werden, müssen zusätzlich die Anschlusskosten und einen Baukostenzuschuss für die Nutzung der Kanalisation tragen. Hier liegen die zu erwartenden Kosten zwischen 1000 und 2000 Euro. Dieser vierstellige Betrag ist laut Aussage des Bauamtes dennoch nur ein Bruchteil dessen, was die Bürger hätten zahlen müssen, wenn die Straßenausbaubeiträge nicht weggefallen wären. „Wir sprechen da von Summen bis zu 10 000 Euro“, erklärte Dietmar Schmidt.

Wie der Betriebsstellenleiter der Gesellschaft für kommunale Umweltdienste (GKU), André Schönerstedt-Jankowski auf Nordkurier-Nachfrage versicherte, wird die Wasserversorgung während der gesamten Baumaßnahme gewährleistet sein. Sollte das Wasser wider Erwarten zwischendurch doch mal für kurze Zeit abgestellt werden müssen, werde man die Anlieger rechtzeitig darüber informieren.

Ist das alles bis Ende Juli noch zu schaffen?

Es ist aber nicht nur die Sorge um fehlendes Wasser, die so manchem Bewohner schon jetzt Kopfzerbrechen bereitet. „Allein die Kanalisationsarbeiten nehmen mit Sicherheit sehr viel Zeit in Anspruch. Hinzu kommt, dass nicht nur die Fahrbahn eine neue Asphaltdecke bekommt, sondern auch der Gehweg und die Straßenbeleuchtung erneuert werden sollen. Das ist doch bis Ende Juli 2020 alles gar nicht zu schaffen“, schreibt ein Leser an den Nordkurier. Doch Dietmar Schmidt ist optimistisch, was die planmäßige Fertigstellung des rund 1,2 Millionen Euro teuren Projektes betrifft. „Wenn wir gut durch den Winter kommen und von Schneemassen verschont bleiben, sollte diesem gesetzten Ziel nichts im Wege stehen“, so der Bauamtsleiter.

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