Die Plakate hängen noch, aber die Türen sind zu. Das Demminer Kino muss coronabedingt erneut schließen.
Die Plakate hängen noch, aber die Türen sind zu. Das Demminer Kino muss coronabedingt erneut schließen. Christine Gerhard
Coronavirus

Demminer Kino bleibt erneut geschlossen

Das Filmeck muss aufgrund der aktuellen Corona-Lage erneut zumachen – ausgerechnet zu Beginn des sonst stärksten Monats. Doch die Betreiber lassen den Kopf nicht hängen.
Demmin

In den Schaufenstern des Demminer Filmecks hängen noch die bunten Poster der Blockbuster, Komödien und Kinderfilme. Mittlerweile ist es kalt geworden und der eisige Wind treibt die Menschen weg von den Straßen und hinein in ihre warmen Wohnungen. Eigentlich ist es die perfekte Zeit, um abends in den weich gepolsterten Kinositzen zu versinken und bei Popcorn und Cola in eine andere Welt zu entfliehen.

„Rumheulen bringt ja nichts”

„Der Dezember ist normalerweise unser stärkster Monat“, sagt Andreas Kuhn. Gemeinsam mit Christian Guhl betreibt er seit dem Beginn des letzten Jahres das Demminer Kino. Doch leicht hatten es die beiden seitdem nicht. Eine Schließung folgte der nächsten, und nachdem das Filmeck seit dem Sommer endlich wieder Besucher empfangen konnte, heißt es nun wieder: Tschüss und bis zum nächsten Mal.

Denn seit dem 1.  Dezember sind die Türen des Demminer Filmtheaters wieder geschlossen. Begründet ist dies durch die aktuelle Corona-Lage. „Wir haben das auf Anweisung der Behörden gemacht“, sagt Kuhn. Schön sei die Situation nicht, aber man müsse eben damit leben. „Rumheulen bringt ja nichts“, sagt Andreas Kuhn.

Stattdessen versuchen die Betreiber nun, das Beste aus der Situation zu machen. Denn Gutscheine, Popcorn und Nachos gibt es im Filmeck nach wie vor. Jeden Mittwoch von 16 bis 18  Uhr ist das Kino für den Verkauf geöffnet. „Wir müssen sehen, wie das läuft“, sagt Kuhn. Bis jetzt stünden ihnen mit der Schließung Umsatzeinbußen von 100 Prozent bevor. Auf finanzielle Hilfen seien sie daher angewiesen.

Wobau kommt Kino-Betreibern entgegen

Doch trotz des schwierigen Starts und der unsicheren Situation steht eine Aufgabe des Filmecks für die beiden Betreiber nicht zur Debatte, die mit ihrer Volksbühne in Ueckermünde noch ein weiteres Kino betreiben. „Wir müssen jetzt sehen, dass wir zusammen aus diesem Loch rauskommen“, sagt Kuhn. Entlastung gibt es in dieser Situation zudem von der Wohnungsbaugesellschaft. „Was die Miete betrifft, kommt uns die Wobau sehr entgegen“, sagt Kuhn.

„Wir sind mit den Betreibern in einem guten Gespräch“, sagt auch Bürgermeister Thomas Witkowski, der gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Wobau ist. Zudem habe auch die Stadt großes Interesse daran, das Kino zu halten und für die Betreiber günstige Bedingungen zu schaffen.

Deshalb habe man sich schon frühzeitig verabredet und über die Zukunft gesprochen, so Witkowski. Es ginge dabei vor allem darum, die Überlebensfähigkeit zu sichern. Denn insbesondere mit der 3D-Ausstattung sei das Demminer Filmeck etwas Besonderes. „Uns liegt etwas an unserem Kino“, sagt Witkowski.

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