NACH CORONA-AUSBRUCH

Demminer Klinik ist wieder einsatzbereit

Der Virus-Ausbruch am Demminer Kreiskrankenhaus scheint überstanden. Erneute Tests unter dem Personal blieben negativ, die Hygienemaßnahmen wurden nochmals verschärft. Die Klinik wird daher noch in dieser Woche ihren Regelbetrieb wieder vollständig aufnehmen können.
Geplante Operationen können wieder stattfinden und auch die Intensivstation nimmt ab Mittwoch wieder Patienten auf. Die A
Geplante Operationen können wieder stattfinden und auch die Intensivstation nimmt ab Mittwoch wieder Patienten auf. Die Abriegelung nach dem Virusausbruch vor gut zwei Wochen ist damit Vergangenheit. Denny Kleindienst
Krankenhausgeschäftsführer Kai Firneisen.
Krankenhausgeschäftsführer Kai Firneisen. Georg Wagner
Demmin.

Trotz penibler Hygienemaßnahmen hat das Coronavirus auch das Demminer Kreiskrankenhaus erwischt. Mehrere Mitarbeiter wurden infiziert, der Regelbetrieb heruntergefahren. Doch nach dem Schock an den Oster-tagen gibt es nun erst einmal Entwarnung. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt hat das Krankenhaus grünes Licht für die weitere Versorgung erhalten.

Das geht allerdings mit neuen Sicherheitsvorkehrungen einher, bringt für eine Patientengruppe aber sogar Lockerungen mit sich. „Wir haben wieder Kapazitäten“, so der Krankenhausgeschäftsführer Kai Firneisen. Das bedeutet, dass ab sofort planbare Behandlungen beziehungsweise Operationen durchführbar sind. Auch die Intensivstation ist vom Mittwoch an wieder voll aufnahmefähig. Vorausgegangen waren dieser Wiederbelebung des Klinikalltags strenge Kontrollen unter dem Personal. Mögliche weitere Ansteckungen sollten so ausgeschlossen werden. „Die Tests sind weiterhin alle negativ“, sagt Firneisen. Die Verbreitung des Virus im Demminer Krankenhaus scheint demnach gestoppt zu sein.

Derzeit nur ein Patient auf der Covid-Station

Auch die Belegung auf der eigens für die Krise eingerichteten Covid-Station hält sich aktuell in Grenzen. „Wir haben derzeit einen Verdachtspatienten“, so der Geschäftsführer. Zudem wird ein Erkrankter auf der Intensivstation versorgt. Es bleibt also genug Luft, um auch abseits von Corona wieder medizinisch zur Normalität zurückzukehren. Ein Punkt, der auch finanziell eine wichtige Entscheidung ist. Denn durch jede verschobene oder abgesagte Operation gehen der Klinik Einnahmen verloren.

Zwar hat die Bundesregierung eine Leerhalte-Pauschale für Klinikbetten in Höhe von 560 Euro pro ausgebliebenem Patienten und Tag festgesetzt. Daran festzuhalten sieht Geschäftsführer Firneisen jedoch kritisch. „Das wäre Ressourcenverschwendung“, sagt er. Zudem wolle er nicht, dass das Krankenhaus von Staatshilfen leben muss.

Maskenpflicht und Besuchsverbot

Ganz ohne Vorschriften kommt der normale Betrieb allerdings nicht aus. So gilt bereits seit Ende der vergangenen Woche eine generelle Maskenpflicht in den Gebäuden der Klinik. Das betrifft neben den Mitarbeitern auch die Patienten. Für die Angestellten wurde die Pflicht sogar auf das gesamte Gelände ausgedehnt. „Auf dem Weg vom Auto zum Arbeitsplatz gilt diese also auch“, so Firneisen.

Zudem sind Besuche am Krankenbett grundsätzlich weiterhin nicht gestattet. Nur in seltenen Ausnahmefällen könnten sie genehmigt werden. Was die werdenden Eltern in Demmin und Umland angeht, gibt es allerdings Anlass zur Freude. Eine Begleitperson ist künftig bei der Aufnahme wieder zugelassen, sofern diese symptomfrei ist. Und allein auf der Geburtenstation müssen die frisch gebackenen Mütter auch nicht mehr bleiben. „Wenn sie möchten, können die Väter aufgenommen werden und im Elternzimmer bleiben“, sagt Firneisen. Diese Regellockerung bedinge aber, dass sich alle an die strengen Hygienevorschriften halten.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Demmin

Kommende Events in Demmin (Anzeige)

zur Homepage