AUGENKLINIK

Demminer Krankenhauschef glaubt fest an Einigung zu Augen-OPs

Operationen am Auge bald nicht mehr in Demmin, sondern nur noch in Greifswald? Noch ist hier nicht das allerletzte Wort gesprochen.
Danilo Vitense Danilo Vitense
Das Kreiskrankenhaus Demmin will noch im Oktober mit den Greifswalder Augenärzten reden und nach einer Lösung suchen
Das Kreiskrankenhaus Demmin will noch im Oktober mit den Greifswalder Augenärzten reden und nach einer Lösung suchen, die am Ende alle Seiten zufriedenstellt. Pablo Himmelspach
Demmin.

Erst machte es als Gerücht seine Runden im Kreiskrankenhaus, dann wurde daraus schnell Handfestes, bestätigt von offizieller Seite: Ab dem kommenden Jahr sollen bestimmte Behandlungen in Demmin nicht mehr angeboten werden. Demnach würden insbesondere Augen-OPs nicht mehr vor Ort realisiert.

Es war eine Nachricht mit durchschlagender Wirkung, vor allem unter älteren Patienten mit chronischen Augenleiden. Und diese Nachricht hat erstmal weiterhin Bestand. Denn bisher gibt es dahingehend nichts Neues zu verkünden, antwortete Krankenhauschef Kai Firneisen auf die Anfrage zum gegenwärtigen Stand der Dinge. Aber nach wie vor sei er gesprächsbereit und zuversichtlich, dass es zwischen seinem Haus und den fünf Greifswalder Fachärzten für Augenheilkunde zu einer gütlichen Einigung kommt.

Ärzte müssten OP-Personal künftig mitbringen

Laut Firneisen soll jetzt ein Spitzengespräch organisiert werden, in dem beide Seiten ihre jeweilige Sicht darlegen und Vorschläge unterbreiten. Er rechnet noch im Oktober damit. „Unser Angebot an die Augenärzte ist, dass wir auch weiterhin einen OP-Platz für sie freihalten“, sagt der Geschäftsführer. Jedoch müssen sie die OP-Pflegehelfer in Zukunft aus Greifswald mitbringen. Momentan stellt das Kreiskrankenhaus das Personal zur Verfügung. „Das werden wir aber nicht ausnahmslos weiter machen können“, so Firneisen. Bei zwei bis drei OP-Tagen pro Woche sei es für die Klinik sehr schwierig, ständig Pfleger bereitzuhalten, so wie es sich die Augenärzte wünschen. Denn Fachpersonal ist knapp, im Demminer Krankenhaus wie auf dem Arbeitsmarkt. Heißt, wenn sich die Belegärzte ab 2020 mit Kräften aus Greifswald eindecken, bleibt es bei den Augen-OPs vor Ort. „Wir wollen ja nicht, das Patienten weite Wege auf sich nehmen müssen“, sagt Firneisen.

Also abwarten, was die Greifswalder Augenärzte nun dazu sagen. Er ist allerdings optimistisch, dass es in der Hansestadt Demmin weitergeht. „Deshalb brauchen sich die Leute nicht zu große Sorge machen, dass sie für bestimmte Behandlungen bald nach Greifswald müssen“, versucht der Klinikchef zu beruhigen.

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