FEHLENDE PFLEGE

Demminer Mahnmal von Unkraut überwuchert

Am Hanseufer blühen Tulpen als Erinnerung an die städtischen Opfer von 1945. So ist es zumindest gedacht. Aktuell hat der Zustand aber wenig mit einem Beet zu tun.
Von dem einstigen Tulpenbeet am Demminer Hanseufer ist derzeit nicht viel zu sehen.
Von dem einstigen Tulpenbeet am Demminer Hanseufer ist derzeit nicht viel zu sehen. Karsten Riemer
Demmin.

Das sogenannte „ResonanzFELLD“ am Demminer Hanseufer ist seit mehr als fünf Jahren Mahnmal für eine der dunkelsten Stunden der Stadtgeschichte. Mit einer Welle aus Tulpen soll hier den Suizidopfern von 1945 gedacht werden. Doch von der Blütenpracht ist derzeit wenig übrig. Vielmehr dominieren gut einen Meter hohe Pflanzen das Bild, welche eher Assoziationen mit Unkraut auslösen.

Kein schöner Anblick

„Wir können die Kritik verstehen, da es im Moment nicht grade schön aussieht“, so Karsten Behrens von den Demminer Stadtwerken. Im Normalfall würden die Mitglieder des Heimatvereins, dem Behrens vorsitzt, versuchen den Erinnerungsort ehrenamtlich zu pflegen. So wurden beispielsweise die Tulpenzwiebeln ausgebracht und nach dem Abblühen wieder eingeholt.

Doch der aktuelle Zustand übersteige die Möglichkeiten. „Ich würde das gern von einer Gärtnerin reinigen lassen“, sagt Behrens. Zumal sich in der blühstreifenähnlichen Anpflanzung auch reichlich Unkraut verbirgt. Seitens der Stadtwerke, deren Fachkraft dies übernehmen könnte, sei dies bislang allerdings nicht umsetzbar gewesen. Hoffnung auf eine zeitnahe Reinigung besteht jedoch. „Anfang August können wir einen Pflegegang einplanen“, so Behrens.

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Kommentare (1)

Hier brauchte der Verfasser und Photograph wohl nur wenige Schritte gehen. Zum Ulanendenkmal und zum sowjetischen Militärfriedhof hat er es leider nicht geschafft. Mehr als 50 m Fußweg kann man einem modernen Menschen nicht mehr zumuten.