Neueröffnung

Demminer Nähzauber mit selbst geschneiderter Kinderkleidung statt Massenware

Ein mutiger Schritt: Mit ihren selbst geschneiderten Kindersachen nehmen es zwei junge Frauen in Demmin mit der üblichen Massenware in Textilmärkten auf.
Haben gut Lachen: Susann Jamm und Juliane Löding freuen sich auf ihre Ladeneröffnung.
Haben gut Lachen: Susann Jamm und Juliane Löding freuen sich auf ihre Ladeneröffnung. Kai Horstmann
„Nähzauber by Susenjule” bietet eine Reihe verschiedener Stoffe an.
„Nähzauber by Susenjule” bietet eine Reihe verschiedener Stoffe an. Kai Horstmann
Juliane Löding zeigt eine Auswahl ihrer Kleidungsstücke.
Juliane Löding zeigt eine Auswahl ihrer Kleidungsstücke. Kai Horstmann
Haben gut Lachen: Susann Jamm und Juliane Löding freuen sich auf ihre Ladeneröffnung.
Haben gut Lachen: Susann Jamm und Juliane Löding freuen sich auf ihre Ladeneröffnung. Kai Horstmann
Susann Jamm wird jetzt wieder länger an der Nähmaschine sitzen.
Susann Jamm wird jetzt wieder länger an der Nähmaschine sitzen. Kai Horstmann
Demmin

Auf den ersten Blick wirkt der „Nähzauber by Susenjule“ in der Gartenstraße 1 wie eine ganz normale Boutique für Baby- und Kinderbekleidung. Doch schnell merkt man, es gibt kaum zwei gleiche Kleidungsstücke. Nein, auf den Tischen liegt keine Massenware, hergestellt in den für ihre schlechten Arbeitsbedingungen berüchtigten Fabriken von Ländern wie Bangladesh.

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Vielmehr gehört es zur Grundidee der Geschäftsgründer Juliane Löding (30) und Susann Jamm (31), ihre Waren hinter der Verkaufsfläche in einem separaten Arbeitsraum selbst zu schneidern. Nur der Stoff wird gekauft und kommt zu einem großen Anteil aus Deutschland. „Unsere Waren sind wirklich meist Unikate. Es gibt zwar auch Kleidungsstücke, die gleich aussehen, aber dann sind sie meist in verschiedenen Größen. Zudem können Kunden Kleidungsstücke bestellen, wenn sie eines sehen, was von der Größe her nicht passt“, erklärt Susan Jamm.

Von der Kundin zur Geschäftspartnerin

Genäht werden von ihnen unter anderen Mützen, Strampler, Jäckchen und Höschen. Die beiden sind selber Mütter, haben zwei und drei Kinder. Kennengelernt haben sich beide in Tutow, wo Jamm bereits einen Nähladen hatte und wo Löding ihre Stoffe einkaufte. Man kann sagen, sie wurde von der Kundin zur Geschäftspartnerin.

So soll bei „Nähzauber by Susenjule“ der Stoffverkauf auch zu einem zweiten Standbein aufgebaut werden. „Beim Nähen werden wir weniger auf Modetrends setzen. Bei der Auswahl der Stoffe sieht das ganz anders aus. Da sind mal Tiermotive eine Zeit angesagt, später sind es Blumenmotive. Wir haben mehrere Anbieter und werden auf die Trends achten“, verspricht Juliane Löding.

Änderungsservice als weiteres Standbein

Aber es gibt noch eine dritte Sparte, die die beiden bedienen wollen. So können Kunden ihre Kleidung zum Nähen vorbeibringen. Dabei wird nicht nur Kinderkleidung genäht, sondern auch die von Erwachsenen. Zusätzlich können Hosen und Kleider gekürzt werden. „Wir werden unseren Nähladen am Sonnabend um 10 Uhr eröffnen. Neben Getränken gibt es Lose für die Kinder“, sagt Susan Jamm.

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