CORONA-HILFSAKTION

Demminer Reisebüro sammelt Schutzmasken für Namibia

Was die einen zuhauf haben, ist für andere Mangelware. In Namibia, Afrika, fehlt es in der Corona-Pandemie an Schutzausrüstung. Auch in Demmin wird nun gesammelt.
Wer noch Masken oder medizinische Handschuhe übrig hat, kann diese in Demmin für einen guten Zweck spenden.
Wer noch Masken oder medizinische Handschuhe übrig hat, kann diese in Demmin für einen guten Zweck spenden. Bodo Schackow
Demmin ·

Es sind oft die einfachen Sachen, die helfen können. Und seien es nur inzwischen so einfache Dinge wie Atemschutzmasken und medizinische Handschuhe. Die werden anderswo ganz dringend gebraucht, denn es gibt nicht überall genug. So etwa in Namibia. Daher schließt sich das Reisebüro Demmin einem Spendenaufruf an und bittet Menschen aus der Hansestadt und der Umgebung um Hilfe.

Etwa zwei Wochen lang können FFP2 oder OP-Masken sowie medizinische Handschuhe im Reisebüro in der Clara-Zetkin-Straße abgegeben werden, um den Menschen in Namibia zu helfen. „Die Lage dort ist wohl ziemlich prekär“, so Inhaberin Heike Behrens. Ihre Fenster sollen bald Plakate mit Informationen zu dem Sachspendenaufruf zieren. Initiiert wurde die Aktion woanders.

Geldspenden ausdrücklich nicht gefragt

Auf der Social-Media-Plattform Facebook etwa geht der Aufruf derzeit um. Bei einer Kollegin, die ihr Reisebüro in Hohenstein-Ernstthal führt und sich auf Namibia spezialisiert hat, ist Heike Behrens darauf gestoßen. Sie wolle jetzt versuchen, selbst zu sammeln und die Sachspenden dann ihrer Kollegin weiterleiten, damit die Spenden gesammelt an ihr Ziel kommen. Nach Geldspenden wird ausdrücklich nicht gefragt.

Mit im Boot sind bei der Aktion die gemeinnützige Organisation Africans Namibia, die Loewenstein Medical SE & Co. KG oder die Botschaft Namibias in Berlin. Die Lufthansa wird die Spenden anschließend nach Windhoek, die Hauptstadt Namibias, ausfliegen, heißt es in dem bereits mehrfach geteilten Aufruf. Zudem wird gebeten, einen Absender oder E-Mail auf den Verpackungen mit den Sachspenden anzubringen, damit man sich bedanken kann.

„Wenn man mit solchen kleinen Sachen helfen kann, ist das doch eine gute Sache. Ich will das unterstützen“, sagt Heike Behrens. Sie hofft, dass viele dabei mitmachen und Masken sowie Handschuhe erübrigen.

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Kommentare (2)

Wer seine Masken jetzt weggibt , der weiß sicher nicht, was der kommende Winter für uns alle wieder an staatlicher Nötigung bereithält.

Wäre es nicht ökonomisch sinnvoller diese ostasiatischen Produkte direkt aus China nach Südwestafrika zu verschiffen. Wer verdient an dem Umweg über die BRD? Der amtierende Präsident pflegt doch gute Beziehungen zur KPCh.