Der klassischen Jobmesse im Herbst wird in Demmin am 25. Juni die „Stellenflut” am Hafen vorangehen. Dabei stehen
Der klassischen Jobmesse im Herbst wird in Demmin am 25. Juni die „Stellenflut” am Hafen vorangehen. Dabei stehen reine Präsentationsstände allerdings weniger im Fokus als das Mitmachen. Pablo Himmelspach
Erlebnistag

Demminer „Stellenflut“ lockt die ganze Familie zum Mitmachen

Am Wochenende will die Stadt Demmin für ihre Unternehmen und Möglichkeiten werben. Die Jobmesse wird aber weit mehr sein als ein Zelt voller Aufsteller und Werbegeschenke.
Demmin

Die Hansestadt ist im Seenplatte-Kreis nicht unbedingt als wirtschaftlicher Motor bekannt. Große Firmen sind in den vergangenen Jahren abgewandert, neue Unternehmensgründungen bleiben überschaubar. Für die Attraktivität Demmins ein schwieriges Feld. Denn Jobs und Ausbildung gehören schlicht zur Sogwirkung einer Stadt dazu. Doch so ernst die Lage bisweilen scheint – es gibt durchaus berufliche Perspektiven in Demmin. Ein Punkt auf den die Verwaltung mit der Veranstaltung „Stellenflut – dein Job am Amazonas des Nordens“ am Samstag ganz explizit hinweisen will.

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Dabei soll der Weg von einer reinen Jobmesse – wie sie im Herbst für Azubis ohnehin stattfindet – wegführen. Hin zu einem Erlebnistag, an dem sich Unternehmen, Vereine, Arbeitssuchende, Rückkehrer und Familien am Hafen und im Hanseviertel die Klinke in die Hand geben.

Unsicherheit wegen weltpoltischer Lage

Von einer wahren Flut – eine Bezeichnung, die schon im Vorfeld zu Kritik geführt hatte – an Informationen und Angeboten kann allerdings nicht wirklich die Rede sein. Denn die Beteiligung der hiesigen Firmen hält sich in Grenzen. 15 sind es, die ihre Mitarbeit zugesichert haben. Darunter die E.DIS, das Krankenhaus, die Beermann Bohrtechnik GmbH oder die Wobau. „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass ein paar mehr Unternehmen teilnehmen“, so die Inhaberin der Stabsstelle für Marketing, Tourismus und Wirtschaftsförderung Nancy Klevenow. Fachkräftemangel sei schließlich ein Thema, das so gut wie alle betreffe.

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Laut Klevenow kamen Absagen jedoch nicht primär aus Desinteresse an dem neuen Format. „Die gesamtpolitische Lage spielt eine große Rolle“, sagt sie. So hätten Firmen die fehlende Zukunftssicherheit und das damit verbundene eigene Bestehen am Markt als Gründe angeführt.

Vereine präsenteren sich im Hanseviertel

Nichtsdestotrotz geht die Inhaberin der Stabstelle davon aus, dass die Veranstaltungsfläche am Hafen kaum mit Leerstand zu kämpfen haben wird. „Wir haben 300 Quadratmeter im Zelt am Hafen, die wir mit den 15 Unternehmen gut bestücken können“, sagt sie. Schließlich sind die Aussteller dazu angehalten, mehr zu tun als sich hinter ihren Ständen aufzuhalten. „Die haben alle ihre Materialien mit“, sagt Klevenow. So werde zum Beispiel die Beermann Bohrtechnik GmbH eine Probebohrung durchführen. Doch auch wenn der Grundstock für die „Stellenflut“ steht und die Anmeldefrist vorbei ist: Sollten weitere Firmen spontan Lust haben, sich zu präsentieren, lasse sich durchaus noch Platz finden.

Los geht es am Samstag, den 25. Juni offiziell um 12 Uhr. Um 18 Uhr soll eine kleine Party mit Getränken und Musik folgen. Und um den Charakter einer Veranstaltung für die ganze Familie zu wahren, wird zur gleichen Zeit das Hanseviertel seine Tore für die Besucher öffnen.

„Dort stellen die Vereine aus“, sagt Klevenow. Zehn sind es nach jetzigem Stand insgesamt. Beispielsweise der T30, die Feuerwehr und der Tierschutzverein. „Alle, die das Leben widerspiegeln“, sagt sie. Auch hier wird ein breit gefächertes Angebot mit Hüpfburg, Modenschau und Bastelstraße geboten.

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