Die Nächte sind kalt und die Heizung muss wieder aufgedreht werden. Erwartet die Demminer mit der nächsten Rechnung
Die Nächte sind kalt und die Heizung muss wieder aufgedreht werden. Erwartet die Demminer mit der nächsten Rechnung ein böses Erwachen? Patrick Pleul
Die Nächte sind kalt und die Heizung muss wieder aufgedreht werden. Doch erwartet die Demminer mit der nächsten Rech
Die Nächte sind kalt und die Heizung muss wieder aufgedreht werden. Doch erwartet die Demminer mit der nächsten Rechnung ein böses Erwachen? Foto: Jens Büttner/dpa Jens Büttner
Heizkosten

Demminer Wobau hält sich bei Preisspirale noch bedeckt

In anderen Städten schlagen die Mieter bereits Alarm. Doch sind auch die Demminer Wohnungen von der Heizkosten-Explosion betroffen?
Demmin

In den Supermärkten und an den Tanksäulen sind die Preissteigerungen bereits seit Monaten sichtbar. Und im kommenden Jahr werden viele Menschen auch in den eigenen vier Wänden nicht mehr vor ihnen sicher sein.

In einigen Städten schlagen die Mieter deshalb bereits verzweifelt Alarm. Bis zu 150-prozentige Steigerungen der Heizkosten wurden in Einzelfällen von der Neubrandenburger Wohnungsgesellschaft angekündigt – mindestens aber ein Anstieg um 20 Prozent. Der Grund dafür seien weltweite Preissteigerungen, vor allem beim Rohstoff Gas.

Klarheit vermutlich erst im nächsten Mai

Müssen deshalb auch die Demminer im kommenden Jahr mit erhöhten Preisen rechnen? Laut der Wobau voraussichtlich schon. Um wie viel Prozent die Kosten für Heizung und Warmwasser jedoch steigen, sei noch nicht klar. „Das kann man noch nicht genau sagen“, heißt es von der Wobau. Denn an vielen Stellen steigen die Preise aktuell. Bereits im November habe sich die Grundgebühr für Wasser verdoppelt. Und auch Dienstleister, mit denen die Wobau zusammenarbeitet, hätten ihre Preise erhöht.

„Es ist im Prinzip wie im Supermarkt. An den meisten Stellen wird es momentan teurer“, heißt es seitens der Wobau. Von erhöhten Preisen werden die Mieter spätestens erfahren, wenn die Betriebskostenabrechnung für das vergangene Jahr bei ihnen im Briefkasten liegt. Die wird jedoch erst Ende Mai 2022 fertig sein. Laut Wobau wird dieser dann außerdem ein Erklärungsschreiben hinzugefügt sein.

Um warme Wohnungen kümmern sich in Demmin auch die Stadtwerke. Unmittelbare Preissteigerungen kündigen die für ihre Kunden nicht an. „Dem müssten Kostensteigerungen im Bezug vorangehen“, erklärt Karsten Behrens, Prokurist der Demminer Stadtwerke. Ihre Energie beziehen die Stadtwerke aus drei verschiedenen Quellen: Erdgas, Heizöl und Biogas. Für Erdgas und Biogas bestünden Verträge mit Lieferanten und diese sähen keine Kostenanstiege vor. „Nur beim Heizöl sind wir von der weltweiten Marktsituation abhängig“, sagt Behrens.

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Stadtwerke wollen Kunden keine Angst machen

Doch selbst wenn die Öl-Preise auf dem Weltmarkt steigen, heißt das nicht, dass auch die Demminer deshalb gleich mehr zahlen müssen. „Unsere Versorgung läuft bivalent“, sagt Behrens. Das heißt: Die von den Stadtwerken versorgten Wohnungen können mit Öl und mit Gas beheizt werden. „Dadurch haben wir die Möglichkeit, Öl einzukaufen, wenn es günstig ist“, erklärt Behrens.

Dass sich der Energiemarkt momentan in starker Bewegung befindet, weiß natürlich auch er. Ob davon in Zukunft auch die Demminer Kunden betroffen sein werden, kann er nicht genau sagen. „Auch nach Einführung der CO2-Abgabe konnten wir unsere Preise über Jahre konstant halten. Ob wir aber im Laufe des kommenden Jahres auf den Markt reagieren müssen, bleibt offen“, sagt Behrens.

Den Kunden will er in dieser Situation jedoch keine Angst einjagen. „Die Demminer Stadtwerke stehen für Kontinuität“, sagt Karsten Behrens.

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