MUTMAßLICHER TANK-BETRUG

Demmins Wehrführer droht die Entlassung

Stefan Margenfeld soll mit der Tankkarte der freiwilligen Feuerwehr privat Benzin gezapft haben. Seine Kameraden haben jetzt eine Entscheidung getroffen.
Tobias Holtz Tobias Holtz
Im Januar wurde Stefan Margenfeld bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr zum neuen Wehrführer gewählt.
Im Januar wurde Stefan Margenfeld bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr zum neuen Wehrführer gewählt. Sophia Brandt
Ob und wie es für Demmins Wehrführer weitergeht, wird sich bei der nächsten Stadtvertretersitzung am Mittwoch z
Ob und wie es für Demmins Wehrführer weitergeht, wird sich bei der nächsten Stadtvertretersitzung am Mittwoch zeigen. Die Kameraden der Freiwilligen sind sich zumindest einig, dass er den Posten nicht länger besetzen sollte Danilo Vitense
Stefan Margenfeld wurde im März von Bürgermeister Michael Koch offiziell zum neuen Demminer Wehrführer ernannt.
Stefan Margenfeld wurde im März von Bürgermeister Michael Koch offiziell zum neuen Demminer Wehrführer ernannt. Glückwünsche gab es von Stadtpräsidentin Christiane Sack und Ordnungsamtsleiter Jörg Küthe. Denny Kleindienst
Demmin.

Der Chefposten bei der Demminer Feuerwehr könnte für Stefan Margenfeld schon bald Geschichte sein. Am vergangenen Freitagabend hatten sich die Kameraden der freiwilligen Feuerwehr zu einer Mitgliederversammlung getroffen, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Die Kameraden diskutierten über die Anschuldigungen gegen den Wehrführer – mit einem eindeutigen Ergebnis: „Wir haben uns dafür ausgesprochen, dass er aus seinem Amt entlassen wird“, sagte ein Mitglied der Feuerwehr dem Nordkurier, das namentlich nicht genannt werden möchte.

Der Wehrführer der Hansestadt war bereits vor sechs Wochen beurlaubt worden, weil ihm vorsätzlicher Betrug in mehreren Fällen vorgeworfen wird. Über einen längeren Zeitraum soll er mit der Tankkarte der Feuerwehr immer an derselben Shell-Tankstelle in Demmin hunderte Liter Benzin für Privatautos abgezapft haben.

Stellvertreter leitet die Demminer Feuerwehr

Nachdem die Stadt davon erfahren hatte, leitete sie ein Disziplinarverfahren gegen den 43-Jährigen ein, wie der Leiter des Ordnungsamtes, Jörg Küthe, damals auf Nachfrage mitteilte. Auch die Schlüssel für das Gerätehaus seien ihm umgehend entzogen worden. Derzeit führt sein Stellvertreter, André Knaack, die Demminer Wehr. „Wir brauchen schließlich eine funktionierende Feuerwehr“, begründete Knaack diese Entscheidung.

In den vergangenen Wochen sei der Betrugsvorwurf intern überprüft worden. Neben dem beschuldigten Wehrführer habe man Zeugen befragt und vorhandenes Beweismaterial ausgewertet. Das Verfahren sei allerdings noch nicht in Gänze abgeschlossen, hieß es auf Nordkurier-Nachfrage vom städtischen Ordnungsamt.

Anstatt geständig zu sein und Reue zu zeigen, streite der Beschuldigte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nach wie vor ab, obwohl die Beweislage ziemlich klar zu sein scheint, sagte ein Mitglied der Feuerwehr. So soll es Videoaufzeichnungen von den Überwachungskameras der Tankstelle geben, auf denen Stefan Margenfeld beim Bezahlen mit der Tankkarte eindeutig zu erkennen sei.

Thema in der Stadtvertretung

Weder André Knaack noch der frühere Wehrführer Thomas Rohleder wollten sich näher dazu äußern, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden. „Ich kann nur bestätigen, dass er in unseren Augen für diese verantwortungsvolle Position nicht länger tragbar ist“, sagte Rohleder, der sein Amt im Januar aus persönlichen Gründen niedergelegt hatte.

Eine endgültige Entscheidung soll voraussichtlich am Mittwoch bei der Stadtvertretersitzung fallen, wo der Fall mit auf der Tagesordnung steht. Sollten sich die Vorwürfe tatsächlich bewahrheiten, droht dem 43-Jährigen dann nicht nur die Entlassung als Ehrenbeamter, sondern auch ein Strafverfahren. Dann hat der Richter darüber zu urteilen, heißt es aus dem Rathaus. „Geht es nach Paragraf 263 im Strafgesetzbuch (StGB), in diesem Fall Betrug, droht dem Mann eine Geldstrafe oder im schlimmsten Fall sogar eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren. Allerdings muss das im Einzelfall geprüft werden“, erklärte eine Polizeisprecherin auf Nachfrage.

 

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Kommentare (7)

Auch hier sind selbstverständlich Migranten schuld. Näheres werden ihnen die rechten Trolle rund um Hihirke schon erklären...

Gibt es aus jeder Ecke.
Rechte und linke.

Welcher gehören Sie selber an?
Denn dass auch Sie ein Troll sind, steht außer Zweifel!

Ich bin für eine neutrale Untersuchung dieses Vorwurfes und wenn er sich bestätigen sollte, zieht der Mann eben seine Jacke als Wehrführer aus. Korruption brauchen wir nicht!

100%

Na zum Glück ist Dummheit keine der sieben Todsünden.

Warum sollten andere Ihre Ansichten erklären? Erklären sie sich doch selbst. Oder sind sie auch nur so ein Troll der Behauptungen aufstellt? Dann haben sie sich soebend den Ast abgesägt auf dem sie sitzen. Denn dann sind auch sie nichts besseres als ihre rechten Trolle. Also....erklären sie es!!!!!!

Habe gerade 50 Euro gewonnen. Ich hatte mit den Kollegen gewettet, wieviele Trolle anspringen und lag mit drei goldrichtig...
You made my day...

Irrtum alter Roti, ich bin kein Trolle