SCHWERE VORWÜRFE

Demmins Wehrführer soll sich bereichert haben

Demmins Wehrführer soll über einen längeren Zeitraum Privatautos mit der Tankkarte der Feuerwehr betankt haben. Die Stadt hat ihn nun beurlaubt und prüft die Vorwürfe.
Danilo Vitense Danilo Vitense
Gegen Demmins Wehrführer Stefan Margenfeld läuft derzeit ein Disziplinarverfahren.
Gegen Demmins Wehrführer Stefan Margenfeld läuft derzeit ein Disziplinarverfahren. Karsten Riemer
Gegen Demmins Wehrführer Stefan Margenfeld läuft derzeit ein Disziplinarverfahren.
Gegen Demmins Wehrführer Stefan Margenfeld läuft derzeit ein Disziplinarverfahren. Sophia Brandt
Demmin.

Der Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Demmin, Stefan Margenfeld, wurde beurlaubt. Das bestätigten sowohl Norbert Rieger, Kreisbrandmeister des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte, als auch Demmins Ordnungsamtsleiter Jörg Küthe. Grund sind schwerwiegende Vorwürfe gegen den Ehrenbeamten.

Er soll über einen längeren Zeitraum Privatautos mit der Tankkarte der Feuerwehr an der Shell-Tankstelle in Demmin betankt haben. Das blieb nicht unentdeckt und ist dem Amt schon seit ein paar Tagen bekannt, am Dienstag aber erst an die Öffentlichkeit gedrungen.

Die Stadt Demmin hat ein Disziplinarverfahren eingeleitet, heißt es von Jörg Kuthe, Leiter Schul- und Ordnungsamt Demmin. Im Zuge des Disziplinarverfahrens wurden dem Wehrführer auch die Schlüssel für das Gerätehaus entzogen.

Mehr wollte der Ordnungsamtsleiter dazu nicht sagen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden und den Betroffenen zu schützen. Man befinde sich ja hier derzeit noch in einem laufenden Verfahren. Auch Margenfeld wollte sich nicht weiter zu dem Fall äußern. Gleiches trifft auf seinen Stellvertreter André Knaack zu. Er bestätigte allerdings, dass er jetzt erst mal die Führung übernommen hat.

Jetzt werden Zeugen befragt, der Wehrführer wird angehört. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, droht nicht nur die Entlassung als Ehrenbeamter, sondern auch ein Strafverfahren. Dann hat ein Richter darüber zu urteilen, heißt es aus dem Rathaus. Geht es nach Paragraf 263 Strafgesetzbuch, in diesem Fall Betrug, droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder eine Geldstrafe. Das muss aber im Einzelfall geprüft werden, so Küthe.In einigen Wochen will sich die Stadt Demmin zum Ermittlungsstand äußern.

 

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Kommentare (3)

ist um so schwerer, je einfacher der Betrug erscheint und je unwahrscheinlicher es ist erwischt zu werden.

in so einem Fall: Rückzahlung der "entwendeten" Summe Geldes + Doppelter Betrag als Widergutmachungs-Zahlung obendrauf, für ein gemeinnütziges Projekt z.B.. Fünf Jahre Gefängnis nur, falls er nicht zahlen kann, weil er z.B. keinen Kredit bekommt *zynisch anmerk*

stellt sich auch, ob dieses insgesamt angemessen entlohnt wird, gerade bei Feuerwehr und THW. So 500 € im Monat für einen Wehrführer wären meines Erachtens nach in Ordnung.