Bündnis "Demmin Nazifrei"

Demo gegen Fremdenhass und Gewalt in Demmin

Nachdem es drei rassistische Überfälle auf Menschen gab, die in Demmin eine Zuflucht vor dem Krieg gefunden haben, rief das Bündnis Demmin Nazifrei zur Demonstration auf. Zusätzlich wird demnächst ein interkulturelles Café eröffnet.
Kai Horstmann Kai Horstmann
Um 18 Uhr begann am Luisenplatz die Demo "Für Menschlichkeit und Toleranz statt Fremdenhass und Gewalt."
Um 18 Uhr begann am Luisenplatz die Demo "Für Menschlichkeit und Toleranz statt Fremdenhass und Gewalt." Kai Horstmann
Samir aus Syrien: "Ich hatte in Syrien zwei Restaurants. Ich hatte mit meiner Tochter Damaskus verlassen und konnte wegen dem Ausbruch der Kriegshandlungen nicht mehr zurückkehren. Seitdem lebe ich getrennt von meiner Frau und meinem Sohn. Ich würde gerne mit den Leuten reden, die mich als Terroristen beleidigen und 'Ausländer raus' schreien."
Samir aus Syrien: "Ich hatte in Syrien zwei Restaurants. Ich hatte mit meiner Tochter Damaskus verlassen und konnte wegen dem Ausbruch der Kriegshandlungen nicht mehr zurückkehren. Seitdem lebe ich getrennt von meiner Frau und meinem Sohn. Ich würde gerne mit den Leuten reden, die mich als Terroristen beleidigen und 'Ausländer raus' schreien." Kai Horstmann
Heinz Wittmer: "Ich stehe hier, um zukünftige Übergriffe zu verhindern und den Alltagsrassismus einzudämmen."
Heinz Wittmer: "Ich stehe hier, um zukünftige Übergriffe zu verhindern und den Alltagsrassismus einzudämmen." Kai Horstmann
Sonja Pinto (63): „Ich engagiere mich für Flüchtlinge, weil jeder Mensch auf der Welt das Recht hat, dort zu leben, wo er will.“
Sonja Pinto (63): „Ich engagiere mich für Flüchtlinge, weil jeder Mensch auf der Welt das Recht hat, dort zu leben, wo er will.“ Kai Horstmann
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Demmin.

Am 29. August wurden in der Treptower Straße von Demmin zwei afghanischen Frauen von einer Trinker-Gruppe aus zwei Frauen und einem Mann nach Beleidigungen ins Gesicht geschlagen. Am 20. September beleidigte – wieder betrunken – die ältere dieser Frauen vor dem Sky-Markt eine mit einem Iraner verheiratete Demminerin als "Ausländerschlampe" und drohte mit Prügel. Fünf Tage später spielte eine Gruppe von Syrern auf dem Bolzplatz an der Pestalozzi-Schule Fußball, als zwei Autos vorfuhren. Es folgten rassistische Pöbeleien, am Ende soll einem Syrer in den Bauch geschlagen worden sein.

Das Bündnis "Demmin Nazifrei" organisierte deshalb eine Demo unter dem Motto "Für Menschlichkeit und Toleranz statt Fremdenhass und Gewalt". Rund 40 Teilnehmern trafen sich am Mittwoch am Luisenplatz. Unter ihnen war Jeannine Rösler, Landtagsabgeordnete der Linken.

Ohne Zwischenfälle löste sich die Demo nach einer Stunde auf. Als nächstes steht die Eröffnung eines interkulturellen Cafes am 14. Oktober in der Clara-Zetkin-Straße 16 um 15 Uhr an.

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