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Denkmalschutz wird zur brenzligen Angelegenheit

Die Dorfstraße in Leistenow.
Die Dorfstraße in Leistenow.

Ob bei Löschteich oder Dorfstraße, in Leistenow beißt sich die Gemeinde Utzedel die Zähne aus. Nicht zuletzt, weil Teile des Ortes geschützt sind.

Die Lösung wird nicht einfach. Will die Gemeinde Utzedel für Leistenow im vorgeschriebenen 300-Meter-Radius ausreichend Löschteiche bauen, dürfte das zu einem Problem werden. Das mussten die Abgeordneten jetzt feststellen, als sie auf der Suche nach geeigneten Flächen waren. Der Knackpunkt: Viele Flächen im Dorf stehen unter Denkmalschutz.

Bisher gibt es im Dorf nur einen Teich, der aber nicht ausreiche, sagte Bürgermeisterin Sigrid Menzel. Das bestätigte ihr auch Planer und Ingenieur Karl-Fritz Schmidt. „Zwei Teiche wären schon günstig“, meinte er und schlug vor, erst mal einen Teilbereich der vorhandenen Wasserstelle mit Folie auszulegen. Dann hätte Leistenow schon mal Löschwasser, wenn es zu einem Brand kommen sollte.

Sigrid Menzel stimmte zu, wie auch ihre Abgeordneten-Crew. Zudem soll das Amt Demmin-Land prüfen, welche Flächen im Detail unter Denkmalschutz stehen, unter anderem die am Friedhof. Über einen möglichen zweiten Standort konnten sich die Gemeindevertreter noch nicht einigen. Auch nicht darüber, ob das Stück Dorfstraße, das nicht unter Denkmalschutz steht, saniert werden soll oder nicht.  Wie Sigrid Menzel sagte, sei sie in diesem Zusammenhang von Bürgern angesprochen worden. Die wollen nicht mehr mit großen Löchern im Kopfsteinpflaster leben.

Doch die sind in der Schublade verschwunden, weil damals die Leute keine neue Straße wollten, als sie erfahren hatten, dass sie an den Kosten beteiligt werden. Ihnen sei es zu teuer gewesen, konnte sich Christine Schubbe, Chefin vom Amt Demmin-Land erinnern. Seitdem war das Thema Dorfstraße vom Tisch. Man solle sich überlegen, ob man die Straße über das Förderprogramm der Dorferneuerung wirklich machen will. In jedem Fall müsse die Kommune zunächst in Vorkasse gehen. Wie Ingenieur Karl-Fritz Schmidt sagte, müsse bestimmt auch komplett die Entwässerung erneuert werden, wenn gebaut wird.

Gisela Schönbeck regte an, eine Einwohnerversammlung einzuberufen, um den Bürgern zu sagen, wie sie finanziell beteiligt werden.