Loitz kauft gebrauchtes Boot

Der Kutter ist da!

Rein in den Kutter und rauf auf die Peene! Die Loitzer haben für dieses Vergnügen jetzt ein eigenes Boot. Künftig soll es in der Marina liegen und der Allgemeinheit zur Verfügung stehen.

Das war eine Punktlandung. Wenige Minuten vor der ersten Loitzer Stadtvertretersitzung nach der Sommerpause stand er vor dem Rathaus – der erste stadteigene Kutter. Der war nicht etwa vom Himmel gefallen. Heiko Müller und Ingo Plückhahn hatten das Boot, das Platz für zehn Ruderer plus einem Steuermann bietet, am Dienstagnachmittag aus Stralsund vom Seesportclub Hanse abgeholt. Mit Hilfe eines Anhängers und ordentlich PS unter der Pkw-Motorhaube war das kein Problem, obwohl der Kutter immerhin eine Tonne wiegt.

Ein Schwergewicht soll nun also für jede Menge Leichtigkeit sorgen. Denn genau darum geht es, „um Spaß an der Freude, gemeinsam in einem Boot zu sitzen“, sagte Bürgermeister Michael Sack (CDU), der dem Projekt, einen Kutter für die Stadt anzuschaffen, von Anfang an offen gegenüberstand. „Die Loitzer sind heiß aufs gemeinschaftliche Rudern. Bei den Wettkämpfen auf der Peene, die wir mehrfach selbst organisiert haben, zeigten die Mannschaften viel Ehrgeiz und Spaß bei der Sache. Die Loitzer, Rustower, Düvierer, einfach alle, die sich bisher an Kutterruder-Aktionen beteiligt hatten, trainierten und starteten mit viel Freude“, sagte Bürgermeister Sack am Dienstagnachmittag in einem Nordkurier-Gespräch.

Nun sind die Loitzer aufgerufen zu spenden

Wenig später stand das Boot, das übrigens auch Segel setzen kann, tatsächlich vor der Rathaustür. Zu verdanken war das dem Engagement von Heiko Müller und Ingo Plückhahn. Beide hatten sich dahinter geklemmt, damit der Kutter sicher von Stralsund nach Loitz transportiert werden konnte.

Doch nun ist auch die Hilfsbereitschaft anderer Loitzer gefragt. Denn seit die Idee von der Anschaffung des Bootes geboren wurde, stand auch fest, dass die Stadt finanziell zwar in Vorleistung geht, aber versuchen muss, über Spenden die Kaufsumme wieder reinzuholen. Die beträgt 8000 Euro. „Dieses Geld hatten wir im Haushalt nicht fest eingeplant, wir müssen den Spendenweg gehen und hoffen, dass der Solidargedanke jetzt auch greift“, sagte Michael Sack am Dienstagabend.

Verleih des Kutters über Hafenmeister geregelt

Schon am kommenden Sonnabend, im Rahmen des Freiluft-Konzertes mit der Band Karussell gehen die Loitzer erneut für ein Kutterrudern auf der Peene an den Start. „Der neue Kutter wird allerdings noch nicht zu Wasser gelassen, denn es müssen noch einige wenige, kleine Arbeiten erledigt werden“, sagte Michael Sack. Er ist fest davon überzeugt, dass es schon bald ein Team geben wird, das regelmäßig mit dem Kutter, Baujahr 1977, trainieren wird und auch Lust darauf hat, an Kutterruder-Aktionen, wie beim Anklamer Hansefest, teilzunehmen. Der Verleih des Kutters, Trainingszeiten, Ruderausgabe sollen über den Hafenmeister geregelt werden. Doch dazu werden in den nächsten Tagen noch konkrete Absprachen getroffen.

Wer spenden möchte oder noch Fragen zu der Aktion „Ein Kutter für Loitz“ hat, kann sich im Rathaus melden. Der Spendenaufruf wird im nächsten Loitzer Stadtinformationsblatt veröffentlicht. Wer so lange nicht warten möchte, dem sei der Tipp gegeben, dass die Spendenadresse auf der Internetseite der Stadt abgerufen werden kann.

Ulrike Rosenstädt

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