Unsere Themenseiten

:

Der neue Geschäftsführer hat sich ins Landleben verliebt

Kai Firneisen ist der neue Geschäftsführer im Demminer Kreiskrankenhaus.
Kai Firneisen ist der neue Geschäftsführer im Demminer Kreiskrankenhaus.
Gudrun Herzberg

Ein neuer Chef führt das Team des Demminer Kreiskrankenhauses an. Gibt es jetzt auch ein neues Profil?

„Es ist ein kleines, aber feines Haus, mit hoher ärztlicher Qualifikation“, sagt Kai Firneisen, neuer Geschäftsführer des Demminer Kreiskrankenhauses. Seit gerade mal einer Woche ist er der Neue in der Hansestadt. Ulrich Staack, der frühere Geschäftsführer, zieht sich in die Altersteilzeit zurück. „Er ist aber noch für einige Zeit im Hause und unterstützt mich bei der Einarbeitung. Das ist eine gute Sache, das es diesen fließenden Übergang gibt“, meint Kai Firneisen. Er war viereinhalb Jahre Direktor des Krankenhauses für Ueckermünde und Anklam. „Die Stelle für Demmin war ausgeschrieben, und ich war einfach für einen Wechsel bereit, denn wenn man zu lange in einer Firma ist, wird man blind. Ich war jetzt offen für etwas Neues“, erklärt der 43-Jährige. Zwei Hochschulabschlüsse als Diplomwirtschaftsingenieur und Master für Medizintechnik kann er aufweisen. „Ich hatte immer mit Krankenhäusern zu tun“, sagt Kai Firneisen.

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wollte die Stelle wegen der Altersteilzeit von Ulrich Staack schnell besetzen. „Ich habe in den ersten Tagen Kontakt zu den einzelnen Stationen aufgenommen und möchte das Konzept des Hauses weiterführen. Es gibt natürlich auch neue Ideen, aber zuerst muss ich alles genau kennenlernen“, meint der neue Geschäftsführer. Wichtig sei ihm auch das Medizinische Versorgungszentrum im Haus, welches sich noch im Aufbau befindet. Demmin habe eine gute Lage und das Krankenhaus leiste eine gute Grund- und Regelversorgung. „Ich komme ursprünglich aus Berlin, habe dort auch in einer Klinik gearbeitet. Die Großstadt brauche ich nicht mehr. Inzwischen liebe ich das Leben auf dem Land“, meint Firneisen. Er sieht darin eine hohe Lebensqualität und hofft auf junge Ärzte und darauf, dass sich der Trend wandelt. „Wir brauchen junge Ärzte in unserer Klinik, die sehr gut ausgestattet ist“, so der 43-Jährige. Er möchte den Kontakt zu den niedergelassenen Ärzten aufnehmen. Die Klinik solle weiter profiliert werden.