GROßBETRIEB

▶ Die Skandal-Chronik der Schweinezucht in Alt Tellin

Wie an vielen Standorten des einst umstrittenen Unternehmers Adriaan Straathof ist auch die Geschichte der Schweinezucht in Alt Tellin eine Abfolge von Verstößen, Protesten, Klagen und Störfällen.
Nach dem Austritt einer größeren Menge Schwefelsäure wurde auf dem Gelände der Schweinemast Alt Tellin 20
Nach dem Austritt einer größeren Menge Schwefelsäure wurde auf dem Gelände der Schweinemast Alt Tellin 2019 jede Menge Boden ausgetauscht. Ulrike Rosenstädt
Im März vor drei Jahren startete der Prozess um die Betriebsgenehmigung für die Schweinezuchtanlage Alt Tellin vor d
Im März vor drei Jahren startete der Prozess um die Betriebsgenehmigung für die Schweinezuchtanlage Alt Tellin vor dem Verwaltungsgericht in Greifswald. Einen Termin für die Fortsetzung gibt es immer noch nicht. Stefan Hoeft
Immer wieder wurde die Schließung der als größte ihrer Art in Europa geltenden Anlage gefordert, nicht nur vo
Immer wieder wurde die Schließung der als größte ihrer Art in Europa geltenden Anlage gefordert, nicht nur von Tierschützern, sondern unter anderem auch von der Linksfraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern. Kai Horstmann
Seit beginn der Planungen für die rieisige Schweinezuchtanlage gibt es immer wieder Proteste von Anwohnern und Tiersch&uu
Seit beginn der Planungen für die rieisige Schweinezuchtanlage gibt es immer wieder Proteste von Anwohnern und Tierschützern. Stefan Hoeft
Am Dienstag wurde die von Kritikern oft als „Ferkelfabrik” bezeichnete Schweinezuchtanlage in Alt Tellin bei einem
Am Dienstag wurde die von Kritikern oft als „Ferkelfabrik” bezeichnete Schweinezuchtanlage in Alt Tellin bei einem Großbrand weitestgehend zerstört, die wenigsten Tiere entkamen dem Inferno. Stefan Hoeft
Am Tag nach der Feuerkatastrophe demonstrierten etwa 200 Menschen vor dem Gelände und forderten das endgültige Ende
Am Tag nach der Feuerkatastrophe demonstrierten etwa 200 Menschen vor dem Gelände und forderten das endgültige Ende der Anlage. Kai Horstmann
Alt Tellin ·

Die unsägliche Chronik der seit jeher umstrittenen Schweinezucht in Alt Tellin, die jetzt durch einen Großbrand weitestgehend zerstört wurde, ist geprägt von einer Vielzahl Aufsehen erregender Schlagzeilen. Schon im Mai 2005, als der damalige Kreis Demmin von 30 Prozent Arbeitslosigkeit gebeutelt war und sich die Gemeindevertretung für den Bau einer 10.000-Sauen-Anlage mit 35 bis 40 Arbeitsplätzen durch den holländischen Investor Adriaan Straathof aussprach, hatte...

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Kommentare (3)

Zwischen den Ställen sind haushohe Feuerschutzwände zu installieren, zu verlangen, ein Muss - um solche Gräuel zu vermeiden. Eine ganze Branche wird geschädigt auf Basis von Profitinteressen einzelner. Die Politik hat diese Brandschutzmaßnahmen zu fordern. Deswegen wird das Fleisch auch nicht teurer.

Das ist auch meine Meinung, ich kann nicht verstehen, dass man 18 Ställe nahtlos ineinander verbaut, nur um vielleicht kosten zu sparen. Mit größeren Abständen zwischen den Ställen und wenn nötig mit Brandschutzwänden, wäre es nicht zu einer so großen Katastrophe gekommen. Die Feuerwehr hatte überhaupt keine Chance das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Ich halte es auch für völlig falsch, so viele Tiere in einer Anlage unterzubringen, dass ist einfach abartig. Diese Bilder vom Brand und das schreien der verbrennenden Schweine, werde ich niemals vergessen.

Während Backhaus Krokodilstränen weint, sorgt er zeitgleich mit der Verpachtung von Flächen in Suckwitz bei Krakow am See für die Errichtung einer weiteren Großanlage. Dem Land wäre zu wünschen, dass dieser ministeriale Dauerausfall mit der nächsten Wahl endlich seinen Posten frei machen muss. Und den Un-Verantwortlichen vom Neubrandenburger Staatlichen Amt für Umwelt-, und Natur-Zerstörung, die diese Anlage genemigt und durch Wegschauen Jahrelang ermöglicht haben, sollen sich die Bilder ins Gedächtnis einbrennen. Ohne deren Fehlentscheidungen wäre dieses Inferno vermeidbar gewesen.