HOCHWASSERSCHUTZ

Die Spundwände im Demminer Richtgrabenweg stehen endlich

Nach langen Verzögerungen ein erster Teilerfolg am Demminer Hochwasserschutz: Die Spundwände am Richtgrabenweg sind im Boden. Für die Nacharbeiten bedeutet die Corona-Krise allerdings Verzögerungen.
Auf gut 200 Metern wurden die Spundwände in den Boden gepresst. Die Hauptarbeit im Richtgrabenweg ist damit abgeschlossen
Auf gut 200 Metern wurden die Spundwände in den Boden gepresst. Die Hauptarbeit im Richtgrabenweg ist damit abgeschlossen. Karsten Riemer
Die Restarbeiten im Richtgrabenweg verzögern sich wegen der Corona-Krise, sollen aber laut Plan bis Ende April abgeschlos
Die Restarbeiten im Richtgrabenweg verzögern sich wegen der Corona-Krise, sollen aber laut Plan bis Ende April abgeschlossen sein. Karsten Riemer
Demmin.

Noch immer stehen die Bauzäune entlang des kleinen Peenearms am Demminer Richtgrabenweg. Von Baufahrzeugen und Arbeitsmaterial fehlt allerdings inzwischen jede Spur. Ein Bild, welches bei manchem Bürger vermutlich ein wenig Unwohlsein auslöst. Waren die Arbeiten am Hochwasserschutz in der Vergangenheit doch schon des Öfteren gestoppt worden. Die aktuelle Abwesenheit der Maschinen und Arbeiter ist allerdings eher ein Grund zur Freude. Denn sie markiert einen vorläufigen Abschluss.

Teilabschnitt kostet 410 000 Euro

„Am 20. März hat die Firma Tiefbau Jarmen die Rammarbeiten abgeschlossen“, so der stellvertretende Amtsleiter des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt (Stalu) Bodo Heise. Die Spundwände und demnach der Hochwasserschutz wurden auf einer Länge von rund 200 Metern fertiggestellt. Ein Teilerfolg für das Millionen-Projekt in der Hansestadt, welcher nach der Insolvenz der ursprünglich mit den Arbeiten beauftragen Firma „Piacentini Costruzioni SPA“ aus Italien im vergangenen Jahr kaum noch möglich schien.

Mit einem Kniff der Verantwortlichen konnte dem erneuten Baustart 2020 jedoch Vorschub geleistet werden. Die Gesamtmaßnahme, welche auch die Bürgerwiesen umfasst, wurde in zwei Baulose aufgeteilt. Mehrkosten erwartete das Stalu dadurch nicht. Die 410 000 Euro, die für den Richtgrabenweg aufgewendet werden müssen, seien Teil des ohnehin kalkulierten Gesamtvolumens des Hochwasserschutzes.

Gesamtprojekt wegen Krise nicht in Gefahr

Von einem endgültigen Abschluss der Arbeiten im Richtgrabenweg kann trotzdem noch keine Rede sein. Schuld daran ist die aktuelle Corona-Krise. „Wir haben dadurch Verzögerungen bei den Nacharbeiten“, sagtHeise. Denn beispielsweise durch die notgedrungene Kinderbetreuung sei die Arbeitskraft bei der Baufirma eingeschränkt. „Daher werden erst wesentliche Arbeiten erledigt und die kleineren nachgezogen“, so der stellvertretende Amtsleiter.

Im Fall des Richtgrabenwegs bedeuten kleinere Arbeiten unter anderem Ausbesserungen an der Straße, die während der Maßnahme in Mitleidenschaft gezogen wurde. Aber auch der Treppenanschluss über den Peenearm muss noch fertig gestellt werden. Einen konkreten Termin gibt es dafür allerdings noch nicht. „Der Plan ist aber, bis Ende April damit fertig zu werden“, sagt Heise. Das würde aber voraussetzen, dass die aktuelle Krisensituation sich nicht weiter verschlimmert.

Für den Fortschritt der Gesamtbaumaßnahme sieht er momentan jedoch noch keine Gefahr. „Da sitzt jetzt der Planer dran und kann normal arbeiten“, so Heise. Ein Abschluss für die ewige Baustelle am Demminer Hochwasserschutz ist damit etwas mehr in greifbare Nähe gerückt.

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Kommentare (1)

Dieser stille alte Graben ist Zeit meines Lebens nie übergelaufen. Und wird es wohl auch nie tun. Gebt das knappe Geld sinnvoller aus! Man könnte sonst meinen, ihr habt zu viel.