RÄTSEL UM SCHROTTVEHIKEL

Diese besondere Liebe zum Auto endete auf einem Acker

Ein Autowrack unweit der Hauptstraße zieht in Utzedel derzeit alle Blicke auf sich. Das rätselhafte an der Geschichte: Der Wagen sieht so demoliert aus, weil er der ganze Stolz seines Besitzers war.
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Dieses Autowrack steht in Utzedel und ist von der Straße aus gut zu sehen.
Dieses Autowrack steht in Utzedel und ist von der Straße aus gut zu sehen. Denny Kleindienst
Aus der Nähe sieht der Wagen noch ein gutes Bisschen kaputter aus.
Aus der Nähe sieht der Wagen noch ein gutes Bisschen kaputter aus. Denny Kleindienst
Aber warum ist er so zerstört?
Aber warum ist er so zerstört? Denny Kleindienst
Einen Unfall hat es jedenfalls nicht gegeben.
Einen Unfall hat es jedenfalls nicht gegeben. Denny Kleindienst
Sein Besitzer wollte ihn nicht "im Ganzen" der Schrottpresse überlassen.
Sein Besitzer wollte ihn nicht "im Ganzen" der Schrottpresse überlassen. Denny Kleindienst
Utzedel ·

Oh Schreck, was ist denn da passiert? Dieser Gedanke kommt einem augenblicklich beim Anblick des zerstörten Autos in Utzedel. Es steht an der Feldgrenze am Rande eines Grundstücks. Von der Hauptstraße aus ist es gut zu sehen. Das Heck ist eingedrückt, die Stoßdämpfer hängen gerade noch so an der völlig verbeulten Karosserie. Würde der Wagen nur ein paar Meter näher an der Fahrbahn stehen, würde man sofort schauen, ob es Insassen gibt, die Erste Hilfe brauchen.

Audi ist knapp 20 Jahre alt

Ilka S. lacht und reagiert einigermaßen überrascht auf die Frage, was denn da passiert sei. Das Auto steht auf ihrem Grundstück, es gehört ihrem Sohn. Dem geht es gut. Sie versichert, es habe weder einen Unfall gegeben, noch sei der Wagen von irgendwelchen Rowdys demoliert worden. Der silberne Audi sei knapp 20 Jahre alt, das erste Auto, das sich ihr Sohn von seinem eigenen Geld gekauft habe und dessen ganzer Stolz gewesen sei. 

Nun hat Clemens S. ein neues Auto. Da er in der Feuerwehr aktiv ist, wollte er sein altes Gefährt ursprünglich den Kameraden als Übungsauto überlassen, damit sie daran das Herausschneiden von Verletzten trainieren können. Doch dafür hätte es schließlich schon ein anderes Auto gegeben. "Mein Sohn wollte aber nicht, dass es als ganzes Auto in die Schrottpresse kommt." Deshalb haben er und seine Freunde die Verschrottung selbst übernommen – bei einer "Gnadenrunde" über den Acker.

Ein Leser hat die Aktion gefilmt:

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