Achim Schult ist in Loitz geboren, lebt aber schon seit Jahrzehnten in Görmin. Dort engagiert er sich für den Sport.
Achim Schult ist in Loitz geboren, lebt aber schon seit Jahrzehnten in Görmin. Dort engagiert er sich für den Sport. Als sportlicher Leiter des SV 90 Görmin wird er jetzt sicher noch mehr Zeit in dieses Hobby investieren. Ulrike Rosenstädt
Nun vollzieht sich auch in der Loitzer Kämmerei ein Generationenwechsel: Achim Schult übergab jetzt seine Amtsgesch&
Nun vollzieht sich auch in der Loitzer Kämmerei ein Generationenwechsel: Achim Schult übergab jetzt seine Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Enrico Vogel. Beide haben bereits einige Jahre zusammengearbeitet. Ulrike Rosenstädt
Ruhestand

Dieser Abschied tut vielen Menschen weh

Dieser Mann war ein Original in den Amtsstuben von Loitz. Doch auch für Achim Schult, der vielen als Mitglied des SV 90 Görmin bekannt ist, ist es Zeit für den Ruhestand.
Loitz

Sein Name ist in der Region rund um Loitz ziemlich bekannt. Kein Wunder, dass so einige Menschen rührseelig wurden und sicher auch die ein oder andere Träne vergossen haben. Denn: Achim Schult hört auf!

Lachendes und weinendes Auge

Der Mann, der seit Jahrzehnten sein Herzblut in den SV 90 Görmin steckt, ist ab sofort Rentner. Seinen Beruf als Kämmerer der Stadt Loitz übernimmt ab Montag ein anderer. So kann sich Schult ab sofort noch mehr auf seinen geliebten Verein konzentrieren.

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Ein Tag nach seinem letzten Arbeitstag verabschiedete er sich am Freitag bei seinen Kollegen – die Zeit nahm er sich gern und vor allem die Ruhe, um auch beim Abschied ganz bei der Sache zu sein. Nicht allein die unmittelbaren Kollegen, mit denen er täglich in Amt und Rathaus zusammenarbeitete, verabschiedeten ihn mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Als in der Stadtvertretung bereits vor Monaten bekanntgegeben wurde, dass der Kämmerer mit Beginn des Monats Juli in den Ruhestand geht, sagte der Linken-Abgeordnete Klaus Rabe sichtlich gerührt und mit etwas gebrochener Stimme: „Wir verlieren einen sehr guten Mann.“

Schwerin solle Kommunen mehr vertrauen

Doch Schult blickt nach vorn: Er verriet, dass er sich nicht allein darauf freut, für die Fußballer und das gesamte Geschehen rund um den Sportverein mehr Zeit zu haben: „Ich, also wir, haben vier Enkel. Etwas Schöneres gibt es nicht.“ Mehr Worte braucht es an dieser Stelle auch nicht. Oder? „Doch eins würde ich unbedingt gerne sagen, wenn wir schon das Private kurz streifen. Meine Frau hat mir in all den Jahren, in denen ich als Kämmerer im Einsatz war, den Rücken freigehalten. Überhaupt immer, auch in der Zeit, in der ich noch selbst Gemeindevertreter war“, sagt Achim Schult.

Und dann findet er auch noch Grußworte Richtung Schwerin. „Nun, ich gebe mich zwar keinen Illusionen hin, doch in Richtung Landesregierung nur so viel: Man sollte aufhören mit der Politik der goldenen Zügel. Man sollte den Kommunen das Geld geben, was sie brauchen, und darauf vertrauen, dass sie wissen, in welche Projekte sie es investieren“.

Und was rät Achim Schult seinem Nachfolger Enrico Vogel? „Er soll auf seine Stärken vertrauen. Er ist fachlich versiert und menschlich ein ganz super Typ.“

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