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Dürre lässt Förster und Bauern stöhnen

Trotz einiger Regenschauer, dem Demminer Land mangelt es an Wasser. Vor allem auf den Kartoffeläckern geht ohne Beregnung nichts mehr. Selbst das Forstamt lässt jetzt sogar schon bewässern.

Ein typisches Bild in diesen trockenen Tagen: Auf den Kartoffeläckern laufen die Beregnungsanlagen.
Georg Wagner Ein typisches Bild in diesen trockenen Tagen: Auf den Kartoffeläckern laufen die Beregnungsanlagen.

Nein, von wirklicher Entspannung würde im Forstamt Poggendorf wohl niemand reden, auch wenn es nach Wochen anhaltender Trockenheit wieder einmal geregnet hat. Doch die Niederschläge fielen laut Forstamt regional sehr unterschiedlich aus.

Mittlerweile hat das Forstamt die Waldbrandgefahrenstufe wieder auf 3 gesenkt, nachdem es am vergangenen Freitag die für unsere Region höchste Stufe 4 ausgerufen hatte. Ausreichend aber ist der Regen nach Auskunft des Amtes nicht, umso weniger, als die Dürre ausgerechnet in die Zeit der Frühjahrsaufforstung fällt.

Insbesondere an trockenen Nadelholzstandorten seien bereits Bäumchen eingegangen. "Wir haben uns jetzt einen großen Wasserwagen ausgeliehen und bewässern damit, um zu retten, was zu retten ist", so ein Sprecher am Mittwoch.

"Mit Sicherheit keine Spitzenerträge"

"Das werden in diesem Jahr mit Sicherheit keine Spitzenerträge", vermutet auch die Geschäftsführerin des Demminer Bauernverbandes, Marion Wendt. Das Wintergetreide könnte noch Wasser brauchen, die Kartoffeln ohnehin, und auch beim Futter sieht es schlecht aus.

Nach den schädlichen Kahlfrösten im Winter jetzt die Trockenheit – um auszugleichen, was der Himmel zurückhält, bleibt den Landwirten nur eine Möglichkeit. Vor allem auf Kartoffeläckern lassen sie die Beregnungsanlagen laufen – mit den entsprechenden Kosten.