RÜCKTRITT DES WEHRFÜHRERS

Ein Ort auf der Suche nach einer Feuerwehr

Gemeindevertretung und Feuerwehr liegen in Nossendorf im Clinch. Der Bürgermeister lässt die Vorwürfe des Wehrführers an die Gemeinde nicht gelten.
Denny Kleindienst Denny Kleindienst
Die alte Technik ist nicht das Einzige, über das sich Wehrführer und andere Kameraden ärgern.
Die alte Technik ist nicht das Einzige, über das sich Wehrführer und andere Kameraden ärgern. Denny Kleindienst
Die alte Technik ist etwas, über das sich Wehrführer und andere Kameraden in Nossendorf ärgern. Foto: dk
Die alte Technik ist etwas, über das sich Wehrführer und andere Kameraden in Nossendorf ärgern. Foto: dk Denny Kleindienst
Der alte LO wurde vergangenes Jahr durch einen gebrauchten W50 ersetzt. Derzeit fehlt der Nossendorfer ein Mannschaftswagen.
Der alte LO wurde vergangenes Jahr durch einen gebrauchten W50 ersetzt. Derzeit fehlt der Nossendorfer ein Mannschaftswagen. Denny Kleindienst
24.01.2019: Feuerwehr Nossendorf.
24.01.2019: Feuerwehr Nossendorf. Denny Kleindienst
Nossendorf.

„Ich habe versucht, ihn zu kriegen“, sagt Bürgermeister Carsten Tietböhl am Freitagvormittag. Es hat nicht geklappt. Von der Abmeldung der Nossendorfer Feuerwehr und dem Rücktritt des Wehrführers Silvio Herring hat er aus dem Nordkurier erfahren. „Wenn es so wäre, bedaure ich das sehr.“

Dem Vorwurf des Wehrführers, die Gemeindevertretung stehe nicht hinter der Feuerwehr, widerspricht der Bürgermeister. Die Gemeinde nordwestlich von Demmin habe übergangsweise einen gebrauchten W50 gekauft als Ersatz für den alten LO, der als Feuerwehrauto ausgedient hatte. Dafür wurde der Sportverein im letzten Jahr nochmals vertröstet, der auch auf Geld gewartet hat. „Da war uns der Brandschutz wichtiger.“

Neues Auto soll 2021 kommen

Zudem sei die Aufwandsentschädigung jetzt erhöht worden. Ein neues Feuerwehrauto soll kommen, so Tietböhl. Er spricht von 2021. Auch sollen Sachen im Feuerwehrhaus gemacht werden. Herring hatte dieses „sollen“ kritisiert, weil nach solchen Ankündigungen meist nichts gekommen sei. Tietböhl verweist wiederum auf die Haushaltskonsolidierung der letzten Jahre. Und er sagt: All das sei mit der Wehr abgesprochen gewesen.

Wie es nun weitergeht? „Wir müssen mit den verbleibenden Kameraden sehen, wie wir aus der prekären Lage herauskommen und den Brandschutz absichern“, sagt der Bürgermeister.

zur Homepage