BADEANSTALT KÜRZER GEÖFFNET

Ein Saisonstart zum Abtauchen in Zarrenthin

So einen Saisonstart hat es in der Badeanstalt Zarrenthin wohl noch nie gegeben. Denn die Corona-Pandemie zwang der Gemeinde neue Sicherheitsvorkehrungen auf und das Wetter verleitete eher zum Abtauchen.
Während die Strandkörbe zum Saisonauftakt noch verwaist blieben, nutzten zahlreiche Tauchschulen das verregnete Woch
Während die Strandkörbe zum Saisonauftakt noch verwaist blieben, nutzten zahlreiche Tauchschulen das verregnete Wochenende zur Erkundung des kühlen Nass. Stefan Hoeft
Auch auf der Rutsche ist der Sicherheitsabstand einzuhalten. Für Zeiten ohne Aufsicht bleibt sie gesperrt.
Auch auf der Rutsche ist der Sicherheitsabstand einzuhalten. Für Zeiten ohne Aufsicht bleibt sie gesperrt. Stefan Hoeft
Für die Badeanstalt wurden die Öffnungszeiten verkürzt.
Für die Badeanstalt wurden die Öffnungszeiten verkürzt. Stefan Hoeft
Der Saisonstart in der Badeanstalt am Zarrenthiner Kiessee Mitte Juni 2020 fiel ziemlich verregnet aus und wurde von Corona-Sc
Der Saisonstart in der Badeanstalt am Zarrenthiner Kiessee Mitte Juni 2020 fiel ziemlich verregnet aus und wurde von Corona-Schutzbestimmungen dominiert. Stefan Hoeft
Zarrenthin.

Eigentlich war die Gemeinde Bentzin glücklich, dass sie zum vergangenen Wochenende endlich ihre Badeanstalt am Zarrenthiner Kiessee öffnen konnte und durfte. Immerhin hatte sich dieser Termin wegen der Corona-Begleitumstände um rund drei Wochen nach hinten verschoben. Und am Freitag starteten in Mecklenburg-Vorpommern die diesjährigen Sommerferien. Das Wetter allerdings zeigte sich plötzlich alles andere als in Urlaubsstimmung, ließ so viel Regen in der Region fallen wie schon lange nicht mehr. Sodass von einem Besucheransturm wie in den Tagen zuvor zum offiziellen Saisonstart keine Rede mehr sein konnte.

Leer war es auf dem Parkplatz und am Ufer des beliebten Planschreviers trotzdem nicht, aber die Menschen dort kamen meist ziemlich komplett bekleidet und mit deutlich mehr als Mund-Nase-Schutzmasken daher. Denn am Sonnabend und Sonntag rückten gleich mehrere Tauchergruppen und -schulen aus ganz Vorpommern an, um ins klare Nass abzutauchen. Am Ende dürften es insgesamt mindestens 75 bis 80 Froschmänner und -frauen gewesen sein, berichtete Platzwart Diethardt Steinke. Die es natürlich genossen, das Areal noch weitgehend für sich zu haben.

Corona-Konzept mit Wassersportlern abgestimmt

Zuvor hatte die Kommune mit den Wassersportlern einen Lokaltermin abgehalten, bei dem genauere Absprachen erfolgten. Unter anderem, was den Zugang per Fahrzeug und andere mögliche Konfliktpotenziale angeht. Das sei nun alles geklärt, sagte Bürgermeisterin Grit Gawrich dem Nordkurier. Ebenso wie der Umgang mit den neuen Corona-Sicherheitsbestimmungen, zu denen beispielsweise Spender für Desinfektionsmittel gehören.

Das Hygienekonzept sieht eine Schließung der Umkleidekabinen vor und die Sperrung einzelner Urinale und Waschbecken, um den Abstandsregeln gerecht zu werden. Letztere gelten auch auf der Liegewiese und der großen Rutsche sowie am frisch aufgebauten Imbisswagen, mehrere entsprechende Schilder weisen darauf hin. Und das Dorfoberhaupt appelliert an alle, sich daran zu halten, um keine weiteren Einschränkungen oder gar eine Schließung der Freizeiteinrichtung zu riskieren. An der Treppe zur Rutsche jedenfalls hängt schon mal eine Kette. Für den Fall, dass das mit den 1,50 Metern nicht klappt und obendrein für die Zeit, in der keine Rettungsschwimmer vor Ort sind und damit die Aufsicht darüber fehlt.

Verkürzte Öffnungszeiten

Wobei die Gemeinde mit Blick auf die Erfahrungswerte der Vorjahre und ihr geringes Personal-Reservoir die offiziellen Öffnungszeiten der Badeanstalt ab dieser Saison erheblich reduziert: Bisher galt 10 Uhr als Startschuss und 23 Uhr als Zapfenstreich, nun einigten sich die Abgeordneten auf 12 Uhr bis 20 Uhr. Das lasse genügend Spielraum für den Einsatz des Platzwartes einerseits und für die Nutzung nach Feierabend andererseits.

Im Übrigen verhindert das Schließen der Parkplatz-Schranke und des großen Zufahrt-Tores ja nicht die Strandnutzung am Kiessee auch außerhalb dieser Zeit. Dann aber auf jeden Fall ohne Rutsche und Badeaufsicht. Letztere übernimmt erneut die DLRG-Ortsgruppe Anklam, informierte Bürgermeisterin Gawrich die Abgeordneten, vereinbart sei bis Mitte September. „Und die Rettungsschwimmer haben mir zugesagt, dieses Jahr mehr vor Ort zu sein.“ Am Start-Wochenende allerdings konnten sie das getrost sein lassen.

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