DEMMINER HEIMATVEREIN

Einblicke in die Goldenen Zwanziger

Ein bisschen alter Glanz für das einstige Jola-Kaufhaus. Dank vieler Spenden konnte der Demminer Heimatverein das umgestaltete Schaufenster jetzt enthüllen.
Karsten Behrens vor der historischen Stadtansicht. Die gibt es in kleiner Auflage jetzt auch als Postkarte.
Karsten Behrens vor der historischen Stadtansicht. Die gibt es in kleiner Auflage jetzt auch als Postkarte. Tobias Holtz
Das neu gestaltete Schaufenster in der Clara-Zetkin-Straße ist erst der Anfang. Wenn es nach dem Demminer Heimatvereins
Das neu gestaltete Schaufenster in der Clara-Zetkin-Straße ist erst der Anfang. Wenn es nach dem Demminer Heimatvereins geht, sollen künftig auch andere Auslagen von leerstehenden Wohn- und Geschäftshäusern verschönert werden. Tobias Holtz
Demmin ·

„Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, freute sich Karsten Behrens beim Anblick der historischen Stadtansicht von Demmin, die seit dem Wochenende das kaputte Doppelschaufenster des einst von Erich Todenhagen gegründeten Einkaufstempels in der Clara-Zetkin-Straße ziert. Das Bild soll für ein Jahr lang die Atmosphäre der Goldenen Zwanziger Jahre wieder ein Stück weit aufleben lassen.

„Wir hoffen natürlich, dass die angebrachten Kunststoffplatten nicht schon nach kurzer Zeit mit Graffiti-Sprayereien übersät sind oder auf andere Weise beschädigt werden. Unser Ziel war es schließlich das geschichtsträchtige Gebäude in Absprache mit dem Eigentümer zu verschönern, um dadurch weitere Mietinteressenten oder sogar einen Käufer zu gewinnen“, betonte der Vorsitzende des Demminer Heimatvereins, Karsten Behrens. Aktuell würden nur etwa fünf Prozent der vorhandenen Gesamtfläche von der „Perfekta Unternehmensgruppe“ als Depot für Reinigungsmittel genutzt.

Bei einem umgestalteten Schaufenster soll es in Zukunft aber nicht bleiben. Die Verschönerungssparte des Vereins möchte auch gerne anderen Auslagen von leer stehenden Geschäfts- und Wohnhäusern im Innenstadtbereich neuen Glanz verleihen. „Denkbar wären bedruckte Klebefolien für die Scheiben oder bestimmte Gegenstände aus dem Museumsfundus, die dort vorübergehend ausgestellt werden könnten“, so Behrens. Wer die Aktion unterstützen möchte oder sich für die Mitarbeit im Verein interessiert, kann sich unter der E-Mail-Adresse [email protected] oder telefonisch unter 03998/2279748 bei ihm melden.

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Kommentare (8)

Eines der Fotos zeigt eine Betriebsbelegschaft vor einem Ausflug. Die Frauen sind zum größten Teil in dem Einheits-Dirndl der Nazi-Zeit gekleidet, ein deutlicher Beweis für die Gleichschaltung der Menschen in dieser Zeit

Ich hoffe daß dieser historische Bezug nicht untergeht in "Ach wie schön ist Demmin und wie gemütlich war es doch"
Sondern daß auf die Gesellschaftspolitik der Zeit hingewiesen wird

Viel wichtiger ist doch der ins Auge stechende KONRAST zu heute. Eine blühende Stadt ist in nur hundert Jahren zum Altenheim geworden. Ein halber Friedhof!

wäre die dazu passende Analogie. Der Troll sollte mit dem Kartoffel-Heinz murmeln gehen.

Und wer der Heinz?

hielt sich in Grenzen. Ein Wort mit T am Anfang und l am Ende.

Ein kleiner Dank an den zukünftigen Bürgermeister!

nannte man ganz früher Verschönerungsvereine.

Wirklich sehr sehr hübsch! Hoffentlich das bleibt auch so.