Windkraftausbau
Eine Gemeinde, zwei Standpunkte

Geplante Windkraftanlagen in Hohenmocker
Geplante Windkraftanlagen in Hohenmocker
Quelle: Planungsbüro Pulkenat/Grafik: Sauerteig

In Hohenmocker werden Stimmen gegen den Windkraftausbau laut. Doch die Bürgermeisterin verteidigt derweil die Zustimmung der Gemeindevertretung.

In Demmin, Utzedel und Kletzin wurde bei öffentlichen Zusammenkünften gegen den Windkraftausbau im Norden des Landkreises mobil gemacht. Stadt- und Gemeindevertreter und im Fall von Kletzin Bürger der Gemeinde forderten die Einwohner dazu auf, ihrerseits Stellungnahmen beim Regionalen Planungsverband einzureichen.

Zum Ausdruck gebracht hatte seine Ablehnung auch der Gemeindekirchenrat in Hohenmocker. Aus Sicht der Ratsmitglieder „hätte die Umsetzung der aktuellen Pläne die technische Überformung des gesamten Landschaftsbildes zur Folge". Das waren neue Töne aus Hohenmocker. Dort hatte sich die Gemeindevertretung für das Eignungsgebiet Hohenmocker ausgesprochen und dabei bleibt Bürgermeisterin Bärbel Westphal auch.

Der Gemeindekirchenrat könne ja eine andere Auffassung haben. Und jeder könne eine Stellungnahme abgeben. Bärbel Westphal sagt allerdings: „Wenn wir es nicht verhindern können, dann wollen wir etwas davon haben. Die Gemeinde wird finanziell profitieren.“ Das vom Regionalen Planungsverband vorgesehene Eignungsgebiet Hohenmocker liegt an der Schnellstraße zwischen Peeselin und Letzin-Siedlung. Laut der Bürgermeisterin passen dort sechs bis acht Windräder hin. Spielraum für eine Erweiterung des Eignungsgebietes gebe es nicht.