Zustimmung fehlt noch
Einigung im Tarifstreit am Demminer Krankenhaus

Zwei Warnstreiks gab es am Demminer Krankenhaus. Laut Gewerkschaft waren sie auch einen Grund dafür, dass nun ein Verhandlungsergebnis im Tariftsreit erzielt wurde.
Zwei Warnstreiks gab es am Demminer Krankenhaus. Laut Gewerkschaft waren sie auch einen Grund dafür, dass nun ein Verhandlungsergebnis im Tariftsreit erzielt wurde.
Georg Wagner

Der Streit um einen Tarifvertrag für das nichtärztliche Personal am Demminer Krankenhaus scheint beendet. Jetzt kommt es auf die Gewerkschaftsmitglieder und Krankenhaus-Gesellschafter an.

In der 14. Runde der Tarifverhandlungen haben sich die beiden Verhandlungsseiten auf ein Ergebnis geeinigt. Damit ist der entscheidende Schritt hin zu einem Tarifvertrag für das nichtärztliche Personal am Demminer Krankenhaus getan. Erst Mitte Juli hatte die Gewerkschaftsseite erklärt, wieder an den Verhandlungstisch zurückkehren zu wollen. Der Auslöser: Die Krankenhaus-Geschäftsführung hatte ein neues Angebot vorgelegt, das nach Meinung von Verhandlungsführer Wolfgang Hooke (Verdi) eine substanzielle Verbesserung im Tarifstreit für die nichtärztlich Beschäftigten darstellte.

Die aus Gewerkschaftern und gewählten Vertretern der Arbeitnehmer bestehende Tarifkommission hatte zuvor die Verhandlungen abgebrochen. In der Folge kam es zu zwei Warnstreiks. Beide Seiten sprachen auch im Kreistag. Dabei kündigte Kai Firneisen an, den geplanten Überschuss dieses Jahres in Höhe von 150.000 Euro für die Löhne zu verwenden. Insgesamt gäbe es damit für die nichtärztlich Beschäftigten rund 500.000 Euro zusätzlich. Zudem solle innerhalb von drei Jahren für alle ein Lohnniveau von sechs Prozent unter dem Tarif des Öffentlichen Dienstes (TVÖD) erreicht werden. Über das genaue Ergebnis wurde zunächst Stillschweigen vereinbart. Denn nun müssen sowohl die Gewerkschaftsmitglieder als auch die Gesellschafter des Krankenhauses noch über das Ergebnis abstimmen. Erst dann ist die Einigung im Tarifstreit erzielt. Wolfgang Hooke sagt aber: Wir empfehlen den Mitgliedern die Annahme des Verhandlungsergebnisses.

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