ANWOHNER VERÄRGERT

Eklige Hinterlassenschaft an der Randower Bushaltestelle

In Randow hat ein unappetitlicher Vorfall am Donnerstagmorgen für Aufsehen gesorgt. Ein dreister Autofahrer verrichtete ungeniert sein großes Geschäft hinter der Bushaltestelle und ließ sich von den angewiderten Anwohnern nicht stören.
Mit fröhlich-bunter Bemalung zeigt sich die Randower Bushaltestelle, doch dahinter war gestern ein unappetitlicher Anblic
Mit fröhlich-bunter Bemalung zeigt sich die Randower Bushaltestelle, doch dahinter war gestern ein unappetitlicher Anblick zu sehen. Tobias Holtz
Die Randowerin wurde von ihrem Fenster aus Zeugin des dreisten und ordnungswidrigen Verhaltens.
Die Randowerin wurde von ihrem Fenster aus Zeugin des dreisten und ordnungswidrigen Verhaltens. ZVG
Demmin.

„Das kann doch wohl nicht wahr sein!“, schoss es Ramona Schmidtke* (*Name von der Redaktion geändert) durch den Kopf, als ihr Blick am Donnerstagmorgen aus dem Küchenfenster auf die gegenüberliegende Bushaltestelle fiel. Dort hatte ein Autofahrer seinen Wagen geparkt und war gerade dabei direkt an der Straße die Hosen runterzulassen.

„Er ist dann in aller Ruhe hinter die Haltestelle gegangen und hat angefangen zu urinieren. Kurze Zeit später setzte er sich in die Hocke. Ich bin dann sofort rausgelaufen und habe ihn gebeten, sein großes Geschäft doch irgendwo im Gebüsch oder bei der nicht weit entfernten Tankstelle zu verrichten. Aber er hat nur abgewunken und einfach weitergemacht. Dabei schien er es überhaupt nicht eilig zu haben“, schildert die angewiderte Randowerin ihre Beobachtungen.

Kein Einzelfall

Auch ihr Nachbar hatte das unappetitliche Geschehen mitverfolgt. „Das ist eine ekelhafte Schweinerei! Ausgerechnet dort, wo oft die Kinder des Ortes spielen, muss dieser Schmutzfink sein Geschäft erledigen“, schimpfte der Senior. Wie Ramona Schmidtke ist er sich ebenfalls ziemlich sicher, dass der Mann es noch ohne Probleme bis zum nächsten öffentlichen WC geschafft hätte. „Es wäre auch völlig in Ordnung gewesen, wenn der Mann bei mir von vornherein geklingelt und unsere Toilette benutzt hätte. Aber er wollte ja anscheinend keine Hilfe in Anspruch nehmen“, erzählt die Randowerin.

Selbst als sie ihm eine Schaufel anbot, damit er seine Hinterlassenschaft an anderer Stelle vergraben kann, habe er dies vehement abgelehnt. „Jetzt liegt der Dreck wohl solange da, bis ihn jemand Fremdes entsorgt“, ist ihr Nachbar überzeugt. Solche Vorfälle sind in Randow leider kein Einzelfall. In der Vergangenheit hätten sich laut Augenzeugenberichten bei der Haltestelle tagsüber schon des Öfteren Wildpinkler erleichtert.

Rücksichtsloses Verhalten

Ortsvorsteherin Kathrin Giebener-Trost kann die Dreistigkeit und das rücksichtslose Verhalten mancher Leute absolut nicht nachvollziehen. „Sie sollten sich dafür schämen, ihre Notdurft mitten im Dorf zu erledigen. Wenn es gar nicht mehr geht, muss der- oder diejenige eben in den Wald oder zu einer anderen nicht einsehbaren Stelle gehen“, so die Randowerin. Fest steht: Urinieren und Defäkieren in der Öffentlichkeit ist alles andere als ein Kavaliersdelikt und in Deutschland grundsätzlich verboten.

„Sein Geschäft im Freien zu erledigen, kann als Erregung öffentlichen Ärgernisses gelten und stellt mindestens eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld oder in besonderen schweren Fällen sogar mit bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe geahndet wird. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn der Notdurftverrichter auch noch die Aufmerksamkeit von Dritten auf sich zieht“, wie eine Polizeisprecherin auf Nordkurier-Anfrage erklärte. Wer eine Person bei ihrem Geschäft erwischt, sollte sich daher nicht scheuen, die Polizei oder das Ordnungsamt zu verständigen. Diesen Rat wird auch Ramona Schmidtke künftig befolgen. „Der Nächste, der unsere Bushaltestelle als öffentliche Toilette benutzt, wird angezeigt“, macht die Randowerin deutlich.

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Kommentare (1)

Ich hoffe sehr stark dass sie die Bilder von der Bushaltestelle und der Person in randow wieder löschen, denn sonst werde ich mit anderen zusammen eine Anzeige gegen sie schalten. Egal was diese Person getan hat, sie hat immer noch das Recht aufs eigene Bild. Gegen die Dame die das veranlasst hat wird eine Anzeige erstattet werden weil sie es unter anderem schon einmal in Facebook veröffentlicht hat.