Riesige Rauchwolken hatten sich durch den Großbrand in der Schweinezuchtanlage Alt Tellin entwickelt.
Riesige Rauchwolken hatten sich durch den Großbrand in der Schweinezuchtanlage Alt Tellin entwickelt. Ulrike Rosenstädt
Es bestand die Gefahr, dass das Feuer auch auf die Biogas-Anlage übertritt. Diese steht unmittelbar auf dem Gelände
Es bestand die Gefahr, dass das Feuer auch auf die Biogas-Anlage übertritt. Diese steht unmittelbar auf dem Gelände des Schweinezuchtbetriebes, laut Angaben eines Feuerwehrsprechers nur 50 Meter vom Brandherd entfernt. Ulrike Rosenstädt
Das Feuer hat die gesamte Anlage in Alt Tellin zerstört. Deshalb ist die Ursachenermittlung sehr langwierig.
Das Feuer hat die gesamte Anlage in Alt Tellin zerstört. Deshalb ist die Ursachenermittlung sehr langwierig. Stefan Hoeft
Nur wenige, etwa 1300 Schweine, konnten aus den Flammen gerettet werden. Rund  55 000 Tiere verendeten qualvoll.
Nur wenige, etwa 1300 Schweine, konnten aus den Flammen gerettet werden. Rund 55 000 Tiere verendeten qualvoll. Stefan Hoeft
Schwierige Ursachensuche

Ermittler fordern nach Großbrand in Alt Tellin weitere Hilfe an

Was hat die verheerende Brandkatastrophe in Alt Tellin ausgelöst? Die Antwort auf diese Frage zu finden, gleicht der Suche nach der berüchtigten Nadel im Heuhaufen.
Alt Tellin

Die Ursache für den verheerenden Großbrand in Alt Tellin, bei dem Europas größte Ferkelaufzuchtanlage komplett zerstört wurde, ist weiter ungeklärt. „Wir können auch heute noch nichts anderes sagen”, informierte Polizei-Sprecher Andrej Krosse am Dienstagvormittag auf Nordkurier-Anfrage. Vermutlich werde es mehrere, weitere Tage „wenn nicht sogar Wochen dauern, bis konkrete Ergebnisse vorliegen”, sagte der Polizeisprecher.

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Riesiger Komplex in Schutt und Asche

Warum es so lange dauert? „Der zu untersuchende Komplex ist einfach zu riesig, um zu einem schnellen Ergebnis zu kommen. Die Umstände vor Ort sind schwierig. Es liegt alles in Schutt und Asche.” Auch deshalb habe der Brandursachenermittler für die nächsten Tage noch weitere Unterstützung angefordert.

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Gemeinsam mit dem Fachmann werden zusätzlich Brandsachverständige auf dem Unglücksgebiet im Einsatz sein. Zahlreiche Aufnahmen, auch die von polizeilichen Drohnenfahrten, die inzwischen vorliegen, werden in den folgenden Tagen und Wochen ausgewertet.

Drohnenaufnahmen werden ausgewertet

Zudem arbeite die Kriminalpolizei bei der Aufklärung des Unglücks eng mit Feuerwehren zusammen, die im Löscheinsatz waren, die Situation also aus nächster Nähe beschreiben können.

„Uns ist sehr wohl bewusst, dass nach diesem furchtbaren Brand ein öffentliches Interesse an Informationen besteht. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir informieren”, bat Andrej Krosse gleichzeitig um etwas Verständnis für die länger dauernden Arbeiten der Ermittler, die derzeit im Katastrophengebiet „die Nadel im Heuhaufen” suchen.

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