Hauterkrankung
Erneut Krätze-Fall an einer Demminer Schule

An der Fritz-Reuter-Schule in Demmin gab es im Februar einen Krätze-Fall. Erkrankt war das Geschwisterkind einer Schülerin. Foto: Denny Kleindienst
An der Fritz-Reuter-Schule in Demmin gab es im Februar einen Krätze-Fall. Erkrankt war das Geschwisterkind einer Schülerin. Foto: Denny Kleindienst
Denny Kleindienst

An der Fritz-Reuter-Schule ist ein Kind an Krätze erkrankt. Damit ist schon die zweite Schule in Demmin innerhalb weniger Monate davon betroffen.

An der Demminer Fritz-Reuter-Schule ist ein Fall von Krätze bekannt geworden. Darüber hatte eine Schülerin ihrer Mutter berichtet, woraufhin die Frau sich an den Nordkurier gewandt hat. Etwa zwei Wochen ist das her. Weil die Mutter, wie sie sagt, von der Schule selbst nicht informiert wurde, habe sie schließlich den Schulleiter angeschrieben. Die Antwort sei denkbar kurz ausgefallen. Die Schüler seien informiert, erfuhr die Mutter. Dazu gab es noch den Hinweis, dass „Sie das schon uns überlassen müssen, wie wir das hier handhaben”.

Die Mutter sieht indes die Schule in der Pflicht, die Eltern zu informieren. „Ich würde schon gern wissen, wenn es an der Schule eine hochansteckende Krankheit gibt.“ Ein paar Informationen zu der Hauterkrankung hätte sie sich außerdem gewünscht. Sie hat sich dann selbst informiert. „Es ist gar nicht so einfach, Krätze von einem Hautausschlag zu unterscheiden“, sagt sie. Unter den Eltern hat die Nachricht derweil schnell die Runde gemacht. Und dabei ist schon die Rede von mehreren Krätze-Fällen in verschiedenen Klassen.

Schon im November ein Fall

Harald Eichhorst, der Schulleiter der Fritz-Reuter-Schule, sagt: „Es gibt einen Fall.“ Er erklärt, dass die Eltern informiert seien und das Gesundheitsamt Bescheid weiß. Auch dem Gesundheitsamt des Landkreises ist nur der eine Fall vom 19. Februar an der Fritz-Reuter-Schule bekannt. Der sei auch gar nicht mitteilungsbedürftig gewesen, erklärt Franz-Josef Stein, der beim Gesundheitsamt für den Infektionsschutz zuständig ist. Stein erklärt, dass in diesem Fall nicht die Demminer Schülerin, sondern ein Geschwisterkind an Krätze erkrankt war. Daraufhin wurde die Familie behandelt. „Nach 24 Stunden besteht dann keine Ansteckungsgefahr mehr.“

Krätze-Milben können aber schon weitergegeben werden, bevor die Erkrankung erkannt wird. Deshalb, so Stein, gab es einen Elternbrief für die Mitschüler in der Klasse, mit Informationen zum Vorfall und Hinweisen zur Krätze. Das reicht ihm zufolge auch aus, denn „es braucht engeren Körperkontakt, um sich anzustecken.“ Wenn nun andere Schüler mit Jacke auf dem Hof vorbei laufen, „gibt es kein Ansteckungsrisiko”. Dem Gesundheitsamt ist aktuell auch kein anderer Krätze-Fall an Schulen in Demmin und Umgebung bekannt.

Der letzte Fall ist derweil noch nicht lange her. Erst im November waren an der Pestalozzi-Schule in Demmin einige Kinder an der Krätze erkrankt. Trotzdem sagt Franz-Josef Stein: „Die Zahl der Krätze-Fälle explodiert nicht.“ Es gab sie schon immer, sie würden inzwischen nur häufiger gemeldet.