:

Es funkt im Brandschutz-Ausschuss

Im Funkverkehr in der Feuerwehr und mit der Leitstelle sieht Demmins Wehrführer Thomas Rohleder keine Probleme.
Im Funkverkehr in der Feuerwehr und mit der Leitstelle sieht Demmins Wehrführer Thomas Rohleder keine Probleme.
Georg Wagner

Läuft die Kommunikation zwischen Leitstelle und Feuerwehren nicht so gut, wie sie könnte? Unsinn, sagt das Ordnungsamt des Kreises. Es ließe sich noch verbessern, meint ein Ausschuss-Vorsitzender.

Wenn die Kameraden der Demminer Feuerwehr zu einem Einsatz ausrücken, dann stehen sie mit der Einsatzleitstelle des Landkreises in ständiger Verbindung. Und was dort an Funkverkehr läuft, wird aufgezeichnet. Denn es soll später möglichst lückenlos dokumentiert sein, um bei eventuellen Fehlern deren Quelle herauszufinden.

In Zukunft soll das sogar noch besser machbar sein als bisher. Diese Hoffnung hat zumindest der Vorsitzende des Kreistagsausschusses für Ordnung, Sicherheit, Brand- und Katastrophenschutz, Dieter Stegemann (CDU). Er brachte jetzt die Frage der Funkabwicklung auf die Tagesordnung des Gremiums. Stegemann verbrachte praktisch sein gesamtes Berufsleben im Brandschutz, zunächst bei der Berufsfeuerwehr Neubrandenburg, dann an der Landesfeuerwehrschule Malchow. Von daher ist er mit den Gegebenheiten und wohl auch mit vielen der Einsatzkräfte vertraut.

Einige Kameraden hätten von Differenzen in der Funkabwicklung berichtet, sagt er. „Ich habe mich daraufhin umgehört, wie es in anderen Landkreisen gehandhabt wird.“ Im Landkreis Rostock wurde er fündig. Dort sei die Gesprächsabwicklung etwas besser organisiert, gibt er seinen Eindruck wieder. Stegemann entwickelte daraus ein Papier, das er dem Ausschuss vorlegte. „Der Disponent in der Leitstelle soll wissen, wie die Feuerwehren funken, und die Feuerwehren sollen wissen, was Sache der Leitstelle ist. Wir können da aber nur als Moderatoren wirken“, sagt Stegemann. Dem entsprechend will er sein Dossier auch nur als Diskussionsgrundlage verstanden wissen.

Dabei spielte wohl auch ein Fall von Januar dieses Jahres eine Rolle, als die Neukalener Feuerwehr nach einem Unfall zunächst irrtümlich zum falschen Ort geschickt wurde. Daraus aber hat der Landkreis bereits Konsequenzen gezogen, und derartige Vorfälle sind wohl ohnehin die Ausnahme. Demmins Wehrführer Thomas Rohleder etwa weiß für seine Truppe von keinen Problemen im Funkverkehr mit der Leitstelle. „Da gibt es keine Schwierigkeiten“, sagt er. Und auch der Wehrführer des Amtes Demmin-Land, Thomas Gebel, muss nicht lange nachdenken. „Es kommt schon vor, dass mal etwas untergeht, aber größere Probleme sind mir nicht bekannt. Das ist der ganz normale Dienstbetrieb.“ Diese Einschätzung teilt der Leiter des Kreis-Ordnungsamtes, Peter Handsche. Täglich habe die Leitstelle mit etwa zehn bis zwölf Feuerwehr- und 130 bis 150 Rettungsdiensteinsätzen zu tun, sagt er. Probleme gebe es kaum. Dennoch will Handsche das Papier von Dieter Stegemann nicht rundweg ablehnen. Das werde man jetzt durchsehen und in der nächsten Ausschusssitzung erörtern. „Wenn etwas drin ist, was die Sache besser und einfacher macht, übernehmen wir es.“