KUNST-AKTION AUF BROOCKER SCHLOSSGELÄNDE

Experimentelles in der alten Reithalle

Schloss Broock als Kunstlabor: Herausgekommen sind bei der Aktion am Wochenende Verse und Videoinstallationen. Im November möchte der Kulturverein dagegen vor allem die Ideen der Alt Telliner hören.
Ulrike Rosenstädt Ulrike Rosenstädt
„Kunst Heute“ hieß das Motto der Veranstaltungen, die am zurückliegenden Wochenende auf dem Broocker Sc
„Kunst Heute“ hieß das Motto der Veranstaltungen, die am zurückliegenden Wochenende auf dem Broocker Schlossgelände zu erleben waren. Ulrike Rosenstädt
Rainer Graßmuck und Jan Fischer ließen sich auf einen kurzen Selbstversuch ein. Sie wollten wissen, wie die Atmosp
Rainer Graßmuck und Jan Fischer ließen sich auf einen kurzen Selbstversuch ein. Sie wollten wissen, wie die Atmosphäre im Kubus zum kreativen Arbeiten animierte. Ulrike Rosenstädt
Blick auf einen Kubus, der vor allem, während der Bodypainting-Aktion, für Fotoaufnahmen genutzt wurde.
Blick auf einen Kubus, der vor allem, während der Bodypainting-Aktion, für Fotoaufnahmen genutzt wurde. Ulrike Rosenstädt
Die Aufnahmen, die in einem der Kuben entstand, wurden auf diese Leinwand übertragen. Die ehemalige Reithalle bietet ausr
Die Aufnahmen, die in einem der Kuben entstand, wurden auf diese Leinwand übertragen. Die ehemalige Reithalle bietet ausreichend Platz für diese Art von kreativem Arbeiten. Ulrike Rosenstädt
Broock.

Wenn bei der Aktion Kunst Heute die Fahne von Kunst:Offen auf dem Broocker Schlossgelände im Herbstwind flattert, kann das doch eigentlich nur eines bedeuten: Die Akteure sehen es nicht so eng, sehen Kunst als einen Teil von Kultur und genau die wollen sie mit ihren Vereinsaktivitäten ja auch herausfordern und fördern. So jedenfalls erklärte es Rainer Graßmuck, Vorsitzender des Kulturvereins Schloss Broock.

Aus der einstigen Reithalle, die bereits teilsaniert ist und als Veranstaltungsort genutzt wird, wirbelte Musik die schwere graue Stimmung an diesem Tag etwas auf. Auf jeden Fall machte sie neugierig: „Was haben sich die Kulturverein-Aktiven wohl in diesem Jahr zu Kunst Heute einfallen lassen?

Schon beim Betreten der Reithalle wurde klar, dass der Vereinsname an diesem Nachmittag hält, was er verspricht, nämlich ein Kunstlabor zu sein. Mitten in der Halle standen zwei große Kuben, zwei begehbare Würfel. Der eine, mit einem kleinen Tisch, einem Spiegel und einer Schreibmaschine ausgestattet, diente dazu, mit sich und seinen Gedanken abzutauchen, allein zu sein und bot gleichzeitig die Möglichkeit, etwas aufzuschreiben. Der Zwillings-Kubus diente am Sonnabend als Kulisse für eine Art fotografische Bodypainting-Aufnahmen, die gleichzeitig auf einer Videoleinwand übertragen wurden. Die stand an der Bühne der Reithalle, für alle gut sichtbar.

Abschreckender Dauerregen

Nun alle, die sich auf ein Experiment einlassen wollten. Am Sonnabendnachmittag lockte Dauerregen nicht gerade sehr viele Besucher hinter der Ofenbank hervor. „Oder es tummeln sich alle beim Apfelmarkt in Klempenow“, vermutete Rainer Graßmuck. Seine Laune konnte ihm das allerdings nicht vermiesen. „Die Gäste, die hier waren, haben es bisher in vollen Zügen genossen. Sie fanden die beiden Boxen genial, kann ich das Zitat einer Besucherin gerne weiterreichen“, sagte der Mitorganisator von Kunst Heute in Broock.

Um ganz sicher andere Formen von Kunst soll es bei einer Aktion des Kulturvereins gehen, bei der alle Alt Telliner gefragt sind. Denn es geht um den Ideenwettbewerb „Machen 2019!“, bei dem sich das Team vom Kulturverein Schloss Broock beteiligt und gewonnen hat. Ihre Idee unter dem Motto „Sieben Dörfer – eine Gemeinde“ mit künstlerischen Mitteln sieben Objekte zu schaffen, die alle eine Verbindung zwischen den sieben Ortsteilen der Gemeinde Tellin herstellen, konnte beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie offensichtlich punkten.

Ideen der Alt Telliner sind gefragt

Gefördert wird dieses Projekt immerhin „mit 7500 Euro“, informierte der Kulturvereinsvorsitzende gern und kündigte an, dass es Anfang November in Alt Tellin eine Bürgerversammlung geben wird, bei der das Projekt allen Interessierten näher vorgestellt wird. „Wir freuen uns darauf, mit den Einwohnern ins Gespräch zu kommen und hoffen, dass sich an diesem Abend oder im Anschluss Gruppen zusammenfinden, die in den jeweiligen einzelnen sieben Orten Ideen entwickeln oder vielleicht sogar selbst umsetzen. Auf jeden Fall wollen wir die Kommunikation über ‚Sieben Dörfer – eine Gemeinde‘‚ anschieben.“

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Broock

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