Die falschen Polizisten seien zwischen 40 und 50 Jahre alt, so die Einschätzung der Zeugen.
Die falschen Polizisten seien zwischen 40 und 50 Jahre alt, so die Einschätzung der Zeugen. © Tobias Arhelger - stock.adobe.com
"Verkehrskontrolle"

Falsche Polizisten wollen Trucker abzocken

Weil er angeblich zu schnell gefahren ist, sollte ein Lkw-Fahrer zur Kasse gebeten werden. Der Mann wurde misstrauisch.
Borrentin

Sie gaben sich als Polizisten in zivil aus und wollten an das Geld eines Lkw-Fahrers. Der 38-Jährige wurde am Dienstagabend in der Nähe von Borrentin (zwischen Demmin und Stavenhagen) von einem BMW überholt. Die Beifahrerin habe mit einer Polizei-Kelle gewunken und den Lkw-Fahrer aufgefordert anzuhalten.

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Bußgeld für zu schnelles Fahren

Aus dem BMW seien ein Mann und eine Frau gestiegen – zwar ohne Uniform, aber mit der Behauptung der Lkw-Fahrer sei zu schnell unterwegs gewesen. Die Geldstrafe könne er vor Ort bezahlen. Der 38-Jährige sei misstrauisch geworden und habe Dienstausweise sehen wollen. Die wiederum wollten die angeblichen Polizisten nicht zeigen, am Ende brach der Lkw-Fahrer wieder auf – ohne zu bezahlen.

Der 38-Jährige beschrieb die Täter wie folgt: beide Personen sind ca. 40-50 Jahre alt, waren dunkel gekleidet und sprachen hochdeutsch. Die weibliche Person hatte lange dunkle Haare, eine normale Statur und ist ca. 175 cm hoch. Die männliche Person war kräftiger gebaut, ca. 180 cm hoch, hatte graue Haare und trug einen Oberlippenbart.

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Im Zweifel den Notruf wählen

Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu den Tätern geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei in Malchin unter 03994 – 2310 oder in der Internetwache unter www.polizei.mvnet.de zu melden.

Wer in Kontrollsituationen misstrauisch wird, der solle, empfiehlt das Polizeiinspektion Neubrandenburg, im Zweifel den Notruf wählen. „Die Beamten der Einsatzleitstelle können Ihnen in diesem Fall Auskunft darüber geben, ob es sich dabei tatsächlich um Polizisten handelt und gegebenenfalls einen Streifenwagen zur Prüfung des Sachverhaltes beauftragen”, so Adina Ebert von der Pressestelle. Polizisten in zivil würden in der Regel immer, aber spätestens auf Nachfrage einen Dienstausweis vorzeigen, ergänzte sie.

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