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Friedensfest

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Feine Sahne Fischfilet spielen am 8. Mai in Demmin

Die Band Feine Sahne Fischfilet möchte mit ihrem Auftritt am 8. Mai in Demmin Menschen zum Friedensfest am Hafen locken und zur Teilnahme am Stadtspaziergang animieren.
Die Band Feine Sahne Fischfilet möchte mit ihrem Auftritt am 8. Mai in Demmin Menschen zum Friedensfest am Hafen locken und zur Teilnahme am Stadtspaziergang animieren.
ZVG

Das Demminer „Aktionsbündnis 8. Mai” hat sein Programm aktualisiert. Unter den Bands, die beim Friedensfest am Hafen auftreten, findet sich nun auch ein ziemlich prominenter Name.

Feine Sahne Fischfilet werden am 8. Mai beim Friedensfest am Demminer Hafen spielen. Das gab das Demminer „Aktionsbündnis 8. Mai”, das das Fest organisiert, am Donnerstagvormittag bekannt. Das Bündnis hofft, dass dadurch noch mehr Menschen zum Friedensfest kommen und sich auch am anschließenden Stadtspaziergang beteiligen.

Die Punkband kommt nach Demmin, „um ganz nach dem Motto: 'Wer nicht feiert, hat verloren', Solidarität mit den Feiernden zu zeigen”, heißt es in der Pressemitteilung des Aktionsbündnisses. Weiter ist dort zu lesen: „Die Band setzt damit ein deutliches Zeichen gegen die menschenverachtende Ideologie der Nazis und unterstützt das Bündnis 'Demmin nazifrei' sowie weitere Gruppen aus der Region.

Die Band tritt um 16.15 Uhr auf

Am Demminer Hafen werden ab 15 Uhr diverse Künstler auftreten, ab 16.15 Uhr sollen dann Feine Sahne spielen. Um 17 Uhr soll am Hafen der Stadtspaziergang beginnen, der durch die Innenstadt und wieder zurück zum Hafen geht, wo es ab circa 19 Uhr weiter Programme und Konzerte geben wird. Auf der Route durch die Stadt sind mehrere Stopps geplant, bei denen sich Menschen zu Wort melden, unter anderem die Demminer Künstlerin Lilo Schlösser. Der Greifswalder Chor Tippus wird den Stadtspaziergang musikalisch begleiten.

„Wir freuen uns über zahlreiche Menschen, die sich für eine friedliche und solidarische Welt einsetzen”, heißt es von Seiten des Demminer Aktionsbündnisses, das am 8. Mai ein Zeichen setzen will gegen den sogenannten Trauermarsch der Neonazis, der auch in diesem Jahr wieder am 8. Mai durch Demmin zieht.

Auch andere Gruppen haben Aktionen geplant. So werden unter anderem Demminer Schüler Luftballons mit ihren Wünschen steigen lassen, die Grünen haben eine Dauerlesung mit Friedenstexten angekündigt.

Kommentare (8)

Da diese Band ja hier immer gern überall bei ist. Halt Heimatliebe ... ach nee. Solche Worte sind ja nicht Ihr Ding. Aber halt sowas in der Art. Immer schön mit Musik locken, damit viele kommen und feiern. Da stört es auch nicht das die Band offen mit FuCK CoPS wirbt und auch sonst gerne rechtliches ausreizt. Aber bei denen ist es ja ok. Wenn die Rechten/Nazis sowas machen würde, wären es wieder "Rattenfänger". Aber sollen die Fest machen, aber auch den anderen ihr Gedenken. Sollte dich so laufen in einer Demokratie, oder? "Freiheitost immer die Freiheit der Anderen." Oder so. Gilt aber nicht für "Feinde der Demokratie", ich weiß. ^^

Man kann unabhängig des Grundgesetzes davon ausgehen, dass die persönlichkeitsbildende Entwicklung und Reife des Trägers solch T-Shirts noch nicht abgeschlossen ist. Zu den Kürzeln hat das Bundesverfassungsgericht 2014 entschieden: https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2015/02/rk20150226_1bvr103614.html Zitat:"Es handelt sich um eine Meinungsäußerung im Sinne des Art. 5 Abs. 1 GG."

einmal im Jahr um die Toten von Demmin trauern, dann hat in der Stadt Ruhe zu herrschen! Wir brauchen keine Punkband, kein Friedensfest und keinen "Stadtspaziergang", der in Wirklichkeit nicht anderes als ein Störmanöver ist. Einfach nur Stille. Ist das zu viel verlangt?

einmal im Jahr in Demmin aufmarschieren, dann gilt es Ihnen mit bunter Vielfalt und lauter Lebensfreude entgegenzutreten. Wir brauchen eine Punkband, ein Friedensfest und einen Stadtspaziergang, um zu stören.

Viele davon sind rechts. Doch kaum einer, der dort mitläuft ist ein überzeugter Nationalsozialist. Dazwischen liegen Welten. Doch der Unterschied findet heute gar keine Beachtung mehr.

Und um diese Trauergemeinde klar von Nazis abzugrenzen beschreibt man sie am besten mit NS-Vokabular. In Punkt 4 des 25-Punkte-Programms der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) von 1920 war festgelegt: „Staatsbürger kann nur sein, wer Volksgenosse ist. Volksgenosse kann nur sein, wer deutschen Blutes ist, ohne Rücksichtnahme auf die Konfession. Kein Jude kann daher Volksgenosse sein.“[2] Der Begriff ist folglich schon zu dieser Zeit semantisch auf seine rassenideologische Komponente eingeschränkt. Quelle https://de.wikipedia.org/wiki/Volksgenosse

Was Sie aus dem Wikipedia-Link verschweigen ist, dass der Begriff "Volksgenosse" nicht von den Nazis erfunden wurde (belegbar seit 1798). Die Nazis haben diesen Begriff in ihr Vokabular aufgenommen, was nach 1945 zu einigen Sprach-Akrobatik-Verrenkungen führt und jeder, der unbeabsichtigt diesen Begriff von sich gibt oder entsprechende Literatur nicht gelesen hat (was man nicht sagen darf, um bei einigen nicht als Nazi zu gelten), zu einem NS-Freund macht. Jemanden mit einem Nazi-Vergleich zu stigmatisieren mag derzeit Mode sein. Ist letztlich aber kein inhaltlicher Beitrag zum Thema. Unsere Sprache steckt voller NS-Vokabular (z.B. betreuen, abartig, Sonderbehandlung, Mädel). Weiteres Beispiel "Wunschkonzert": mit "Wunschkonzert" ist die Brücke zwischen Heimat und Kriegsfront gemeint. Jeden Sonntag gab es das "Wunschkonzert für die Wehrmacht" im Naziradio und einen Propagandafilm "Wunschkonzert" aus dem Jahr 1940 (zweiterfolgreichster Film der Nazizeit).

Der Wiki-Artikel ist doch explizit verlinkt! Kopiert hab ich den relevanten Teil, der erklärt warum man heute nicht mehr Volksgenosse sagt, genauso wie man nicht mehr Neger sagt. Es sei denn, man versucht diese Wörter wieder zu etablieren. Die Wortherkunft ist vollkommen irrelevant, entscheidend ist die heutige Bedeutung. Und das ist in diesem Fall Ausgrenzung bzw. Rassismus - Kernkompetenzen der Nazis. Oder wie im letzten Satz des Wiki-Artikels: Als „Kennwort des Nationalsozialismus“ wird „Volksgenosse“ im heutigen Sprachgebrauch gemieden. Sie unterstellen dem OP "unbeabsichtigte" Wortwahl, ich unterstelle Vorsatz. Und ganz bestimmt fang ich nicht an, die Brauntöne zu sortieren.