BRAND IM MEHRFAMILIENHAUS

Feuer wohl absichtlich gelegt

Nach dem Feuerwehreinsatz in einem Mehrfamilienhaus in der Bahnhofstraße erhärtet sich der Verdacht der Polizei gegen den Mieter.
Tobias Holtz Tobias Holtz
Nach dem Brand in einem Demminer Mehrfamilienhaus hatte die Polizei auch Drogen und Munition gefunden.
Nach dem Brand in einem Demminer Mehrfamilienhaus hatte die Polizei auch Drogen und Munition gefunden. Tobias Holtz
Demmin.

Knapp zwei Wochen nachdem die Freiwillige Feuerwehr zu einem Wohnungsbrand in der Demminer Bahnhofstraße ausrücken musste, scheint die Ursache für das Feuer festzustehen. Während die Einsatzkräfte bei den Löscharbeiten zunächst davon ausgingen, dass angebranntes Essen die Flammen in der Küche ausgelöst hatte, zeigen die neuesten Ermittlungen der Polizei ein anderes Bild. „Anhand der Spurenlage wurde der Brand vorsätzlich gelegt“, teilte eine Polizeisprecherin auf Nordkurier-Nachfrage mit.

Kein unbeschriebenes Blatt

So soll der 45-jährige Mieter brennbares Material absichtlich auf den eingeschalteten Herd gelegt und sich danach aus seiner Wohnung entfernt haben. Von Fahrlässigkeit könne demnach keine Rede sein, da er durch seine Tat auch andere Menschen in dem Mehrfamilienhaus gefährdet habe. Der Beschuldigte sei jedoch bisher noch nicht zu den Vorwürfen angehört worden, heißt es von den Ermittlern. Zumindest ist der Demminer bei der Polizei längst kein unbeschriebenes Blatt mehr: Mehrfache gefährliche Körperverletzung und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz sollen auf sein Konto gehen.

Da verwundert es wenig, dass die Beamten bei der Hausdurchsuchung neben Patronen für eine Schusswaffe auch zwei Cannabis-Pflanzen mit den entsprechenden Gerätschaften, die für die Aufzucht benötigt werden, sicherstellen konnten (der Nordkurier berichtete). Gegen den Mann hat die Kriminalpolizei zwei separate Strafverfahren wegen vorsätzlicher Brandstiftung und Verstößen gegen das Betäubungsmittel- und Waffengesetz eingeleitet. Allein die Brandlegung wird nach Paragraf 306 Strafgesetzbuch (StGB) mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren geahndet.

 

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