Heiko Balschuweit ist seit fast zwei Monaten der neue Besitzer des Demminer Filmecks. Nun hat er die eine oder andere Aktion g
Heiko Balschuweit ist seit fast zwei Monaten der neue Besitzer des Demminer Filmecks. Nun hat er die eine oder andere Aktion geplant, mit der er das Kino attraktiv machen will. Karsten Riemer
Kinobesuch

Filmeck-Chef hat im Kino Demmin einiges vor

Mit Veranstaltungen und Aktionen will der neue Kino-Chef die Demminer ins Filmeck locken. Zum Auftakt können Interessierte eine ganze Nacht lang Filme gucken.
Demmin

Erst hat Heiko Balschuweit das Kino in Demmin gerettet, jetzt will er richtig loslegen. Einzelne Aktionen sollen die Demminer in das Filmeck holen, egal ob jung oder alt. Für den Sommer hat der Kinobesitzer sich etwas Besonderes überlegt: Am 1.  Juli strahle er drei Teile der „Olsenbande“ hintereinander aus – eine richtige „Olsenbanden-Nacht“ soll es werden.

Zwischendurch können sich die Kinobesucher an einem Buffet bedienen, damit einer ordentlichen Filmnacht, die laut Balschuweit um 20 Uhr beginnt, nichts mehr im Wege steht. Die „Olsenbande“ ist eine 14-teilige Filmreihe aus der Zeit zwischen 1968 und 1998, in der ein Ganoventrio versucht nach dem Plan ihres Anführers mit einem „großen Coup“ reich zu werden, dabei aber stets aus unterschiedlichen und skurrilen Gründen scheitert. Bisher seien etwa 30 Karten für die anstehende Filmnacht reserviert, zeigt sich Balschuweit erfreut. „Das wird bestimmt gut besucht“, meint der Kino-Chef.

Senioren dürfen scih einen Film wünschen

Doch die Themennacht soll erst der Anfang gewesen sein. Darüber hinaus veranstaltet Balschuweit nach eigenen Angaben einen Seniorentag, für den sich die Bewohner eines Demminer Seniorenwohnheims einen beliebigen Film wünschen dürfen, den sie dann gemeinsam im Filmeck schauen können. „Egal ob aktuelle oder ältere Filme aus der DDR“, betont der Kinobesitzer.

Erst seit Mitte April betreibt Heiko Balschuweit das Filmeck in Demmin, nachdem die vorherigen Besitzer ihren Vertrag nicht verlängert hatten. Zwei Wochen musste das Kino deswegen geschlossen bleiben. Wie lange, wusste anfangs niemand – bis sich Heiko Balschuweit anbot. Heute steht er hinter dem Tresen im Eingangsbereich des Filmecks und könnte sich, wie er sagt, nichts besseres vorstellen.

Ausbildung schon im Filmeck gemacht

Immerhin sei er mit dem Kino aufgewachsen und habe 1987 auch seine Ausbildung im Filmeck gemacht. Während Balschuweit jüngst im Malchiner Kino tätig war, erfuhr er, dass sich für das Filmeck in Demmin bisher kein Nachfolger gefunden habe und es daher vorübergehend schließen müsse. „Ich habe gar nicht lange überlegt und gleich gesagt, dass ich mich bereit erkläre“, erinnert sich Heiko Balschuweit.

Nun also ist wieder etwas los im Demminer Kino. Zum Kindertag beispielsweise habe die Stadt Demmin laut Balschuweit Kinokarten für die hiesigen Schüler gekauft, damit diese einen Film im Kino genießen konnten. Doch schon gleich nach der Eröffnung am 14. April sei es so gewesen, als wäre das Kino nie geschlossen worden.

 

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