PFLEGEBUDGET

Finanzspritze für mehr Personal im Demminer Krankenhaus

Das Kreiskrankenhaus in der Hansestadt kann sich freuen, denn ab 2020 gibt es eine jährliche Finanzspritze fürs Pflegepersonal. Die Klinik gehört damit zu einem erlesenen Kreis aus bundesweit 120 Kliniken. Doch ist der Zuschuss mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein?
Danilo Vitense Danilo Vitense
Vom kommenden Jahr an kann das Kreiskrankenhaus Demmin fest mit einem Zuschuss von 400 000 Euro für die Personalkosten
Vom kommenden Jahr an kann das Kreiskrankenhaus Demmin fest mit einem Zuschuss von 400 000 Euro für die Personalkosten rechnen. Danilo Vitense
Kai Firneisen, Geschäftsführer Krankenhaus
Kai Firneisen, Geschäftsführer Krankenhaus Georg Wagner
Demmin.

Das Kreiskrankenhaus in Demmin und weitere 23 Krankenhäuser in MV bekommen mehr Geld für die Pflege. Es geht um eine jährliche Finanzspritze in Höhe von 400 000 Euro. Ab kommendem Jahr sollen die auserwählten Krankenhäuser in diesen, nicht ergebnisorientierten Geldgenuss kommen. Hinter all dem steckt ein für die Politik typisches Wort-Ungetüm: das Pflegepersonalstärkungsgesetz. Seit Januar 2019 ist das sogenannte PpSG, das die Finanzierung von Krankenhäusern neu aufstellt, in Kraft.

Eine Voraussetzung für den Zuschuss gibt es aber. Allen Auserwählten gemein ist, dass sie ländliche Krankenhäuser sind. Und dass sie nach eingehender Prüfung aus Sicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft, des GKV-Spitzenverbandes und des Verbandes der Privaten Krankenversicherung für ihre zumeist dünn besiedelten Regionen unverzichtbar sind.

Jetzt soll die Klink mit ausreichend Pflegepersonal ausgestett werden

Was das zum Beispiel für die Hansestadt heißt, wenn es das Kreiskrankenhaus nicht geben würde? „Dann müssten die Leute mehr als 30 Minuten bis zur Chirurgie fahren oder 40 Minuten zum Gynäkologen“, erklärt Kai Firneisen, der Geschäftsführer des Demminer Krankenhauses. Deshalb freut er sich sehr über die jetzt zugesagte finanzielle Unterstützung. Am Montag habe er die Nachricht erhalten. „Es ist für uns viel Geld, mehr als der besagte Tropfen auf den heißen Stein und für den Standort nicht unerheblich“, sagt er.

Denn eine Versorgung rund um die Uhr bedeute auch, rund um die Uhr Personal bereitzustellen. Und das koste. Gleichwohl ist das Personal in einem Krankenhaus das Wichtigste, so Firneisen. Die 400 000 Euro werden nun dahingehend verwendet, um das Haus mit ausreichend Pflegepersonal auszustatten und die zurzeit ungefähr 120 Krankenschwestern und Krankenpfleger etwas zu entlasten.

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