DAHLEMANN VERSPRICHT HILFE

Fördergeld für Mühle Demmin in Aussicht gestellt

Das Demminer Hotel Trebeltal stand jetzt ganz im Zeichen historischer Mühlen. Die Deutsche Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung hatte den Ort für ihre Jahrestagung auserkoren.
Manfred Schönrock aus Kröslin erklärt die von ihm gebaute Demminer Modellmühle. Sie wird künftig im Hotel „Demminer Mühle“ ausgestellt sein und dokumentiert für Interessierte schon einmal die raffinierte Technik.
Manfred Schönrock aus Kröslin erklärt die von ihm gebaute Demminer Modellmühle. Sie wird künftig im Hotel „Demminer Mühle“ ausgestellt sein und dokumentiert für Interessierte schon einmal die raffinierte Technik. Christian Meyer
Manfred Schönrock und Lothar Wilken setzten Stück für Stück das Modell der Demminer Mühle zusammen.
Manfred Schönrock und Lothar Wilken setzten Stück für Stück das Modell der Demminer Mühle zusammen. Christian Meyer
Zu den Gästen der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) im Demminer Hotel Trebeltal gehörte auch Landrat Heiko Kärger.
Zu den Gästen der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) im Demminer Hotel Trebeltal gehörte auch Landrat Heiko Kärger. Christian Meyer
Demmin.

Für die Bewahrer historischer Mühlen sind es einzigartige technische Denkmale, die genauso wie Schlösser, Kirchen oder Gutshäuser zum bewahrenswerten Kulturgut gehören. So zumindest formulierte es Erhard Jahn, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) auf ihrem diesjährigen Jahrestag in Demmin. Allerdings drohen immer mehr von ihnen zu verschwinden. Gegenwärtig seien es landesweit nur noch rund 152 Wasser- und 120 Windmühlen, an die 90 davon unter Denkmalschutz gestellt. Und an vielen nagt unaufhörlich der Zahn der Zeit, wie es hieß. Nicht wenige seien inzwischen Ruinen, lediglich an ein paar Steinen beziehungsweise Holzbalken auszumachen. Einige Mühlen haben da weitaus mehr Glück, sind heute als Technische Denkmale erhalten, laden zur Besichtigung ein, beherbergen Gaststätten oder Ferienwohnungen. Wenn es nach Mecklenburg-Vorpommerns Mühlenverein und den DGM geht, dürfen es durchaus mehr sein.

Rund 90 Teilnehmer nahmen die bundesweite Tagung im Hotel Trebeltal zum Anlass, um das Thema zu vertiefen. Unterstützung bekamen sie dabei auch von Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann (SPD), der Fördergeld für die Demminer Mühle in Aussicht stellte. Denn diese habe mit einer pommerschen Innendrehverstellung eine fast einzigartige Technik, die bewahrt werden müsse. An einem eigens gebauten Mühlen-Modell von Manfred Schönröck, das künftig im Hotel „Demminer Mühle“ ausgestellt sein wird, ist die raffinierte Technik schon einmal für die Nachwelt dokumentiert.

Landrat Heiko Kärger (CDU) ließ es sich nicht nehmen, den Tagungsteilnehmern seine sehr persönliche Beziehung zu Mühlen zu skizzieren. Er berichtete unter anderem davon, wie sie als Kinder zur benachbarten Mühle gefahren sind, um Pferdefutter schroten zu lassen. „Die Vorfahren haben zudem schon weit vor der Energiewende gewusst, wie es ohne fossile Brennstoffe geht“, so der Landrat. Der Landkreis sei stolz auf das Mühlenensemble Woldegk und versuche ebenso, die anderen noch erhaltenen Mühlen zu bewahren.

 

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