Polizei ermittelt

Frau zündet Benzin in Jarmener Mietshaus an

Eine 32-jährige Mieterin mit offenbar psychischen Problemen hat in Jarmen zwei Wohnungstüren in Brand gesetzt. Sie kam in die Klinik.
Ulrike Rosenstädt Ulrike Rosenstädt
Die Feuerwehr rückte mit 26 Leute aus, um in Jarmen zwei Brände zu löschen, die eine offenbar geistig verwirrte Mieterin in einem Wohnhaus gelegt hatte.
Die Feuerwehr rückte mit 26 Leute aus, um in Jarmen zwei Brände zu löschen, die eine offenbar geistig verwirrte Mieterin in einem Wohnhaus gelegt hatte.
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Jarmen.

Das hätte noch viel schlimmer ausgehen können: Am Montagabend wurden die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Jarmen mit den Löschgruppen Plötz und Daberkow zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Jarmener Wallstraße gerufen. „Wir sind mit 26 Mann ausgerückt, die Lage stellte sich zunächst als unklar dar“, sagte Jarmens Wehrleiter Gerhard Vockelmann.

Unmittelbar vor Ort war schnell klar, dass vor zwei Wohnungseingängen Feuer gelegt worden war. „Als wir eintrafen, war ein Brandherd bereits durch Anwohner gelöscht. Den zweiten hatten wir schnell im Griff, wir brachten zehn Liter Wasser per Kübelspritze aus“, berichtete Vockelmann. Verletzt wurde laut Polizei niemand, allerdings hätte dieser Zwischenfall auch ganz böse enden können.

Die Tatverdächtige war auch alkoholisiert

Wie die Polizei am Dienstag mitteilte, hatte eine 32-jährige Mieterin des Hauses eine andere Mieterin beleidigt und angedroht, das Gebäude anzuzünden. Wenig später standen tatsächlich zwei Wohnungstüren wegen ausgeschütteten Benzins in Flammen.

Bei der Tatverdächtigen wurde ein Atemalkoholwert von 0,97 Promille festgestellt. Wegen der offensichtlichen massiven gesundheitlichen Probleme wurde die Frau in eine psychiatrische Klinik nach Greifswald gebracht. Die Beamten vermuten, dass die Frau mit dieser Tat auf die Kündigung ihrer Wohnung reagierte, die ihr vor einiger Zeit vom nicht mit im Haus wohnenden Vermieter ausgesprochen wurde. Die Polizei nahm Anzeige wegen schwerer Brandstiftung, Bedrohung, Beleidigung und Körperverletzung auf.