VERCHEN/SCHÖNFELD

Fusion geplatzt, nun muss gewählt werden

Nachdem die Gemeindefusion geplatzt ist, muss sowohl in Verchen als auch in Schönfeld eine neue Gemeindevertretung gewählt werden.
Denny Kleindienst Denny Kleindienst
Die Abstimmung bei der Bürgerversammlung in Schönfeld hatte Signalwirkung. Eine deutliche Mehrheit sprach sich gegen die Fusion aus.
Die Abstimmung bei der Bürgerversammlung in Schönfeld hatte Signalwirkung. Eine deutliche Mehrheit sprach sich gegen die Fusion aus. Denny Kleindienst
Verchen.

So war das eigentlich nicht geplant. Zur Kommunalwahl am 26. Mai sollte schließlich eine neue gemeinsame Gemeindevertretung gewählt werden. Doch die Fusion der Gemeinden Verchen und Schönfeld ist geplatzt. Wie tief sitzt der Schock? Und wirkt er sich auf die kommende Wahl aus?

„Die Gemeindevertretung hat sich reduziert nach diesem Entschluss“, sagt Frank Reppin, Schönfelds stellvertretender Bürgermeister. Er selbst wird nicht noch einmal antreten und nennt dafür zwei Gründe. Zum einen seien 20 Jahre als Gemeindevertreter genug, ein Personalwechsel auch einmal nötig. Zum anderen ist er nun Schulleiter der Demminer Pestalozzi-Schule. „Das ist mein Job, damit ernähre ich meine Familie“, sagt er. Weiterhin Gemeindevertreter zu sein, würde für ihn bedeuten, seine Möglichkeiten nicht zu 100 Prozent ausschöpfen zu können, weder im Job noch im Ehrenamt.

Auch Bürgermeisterin Sabine Dietrich tritt nicht noch einmal an. Sie habe aber schon Schönfelder angesprochen, ob sie kandidieren wollen und auch positive Rückmeldungen bekommen. Die Bürgermeisterin ist überzeugt, dass es in Schönfeld auch zukünftig Leute geben wird, die vernünftige Kommunalpolitik machen.

Kandidaten können sich bis 12. März melden

Von den derzeitigen Schönfelder Gemeindevertretern werden lediglich Mario Drienko und Frank Richter nochmals kandidieren. Richter, der auch Wehrführer ist, schaut derweil nach vorn. Er ist überzeugt: „Das läuft ganz normal weiter.“ Schön fände er, wenn die Fusionsgegner sich auch einbringen. Sprich: Wer Angst hatte, dass nach der Fusion vor allem die Verchener das Sagen haben, darf nun gern in Schönfeld mitentscheiden. Noch bis zum 12. März können sich Kandidaten beim Amt Demmin-Land melden.

In Verchen steht in jedem Fall ein kompletter Austausch an. Keiner der Gemeindevertreter und auch nicht Bürgermeisterin Petra Kasch werden nochmals kandidieren. Es gibt in Verchen laut Petra Kasch aber bereits elf neue Kandidaten, drei Frauen und acht Männer, größtenteils junge Leute, viele von ihnen Zugezogene. Die Bürgermeisterin spricht von einer „wirklichen Wahl“ in Verchen und lobt die Neuen schon mal: „Das sind gute Kandidaten.“ Um sie kennenzulernen, wird es kurz nach Ostern auch eine Vorstellungsrunde geben.

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