SPENDENAKTION STAMMZELLEN BETROFFENER VERSTORBEN

Ganschendorfer verliert Kampf gegen den Krebs

Hunderte Menschen haben in Demmin wenige Tropfen Blut abgegeben, damit ein Stammzellspender für einen kranken Familienvater gefunden werden kann. Diese Hilfe kam zu spät, aber die Aktion kann jetzt vielleicht anderen Menschen das Leben retten.
Gudrun Herzberg Gudrun Herzberg
René Kortüm hat den Kampf gegen den Blutkrebs verloren. Katrin Kortüm (rechts) hatte Flyer verteilt, damit möglichst viele Menschen an einer Stammzellspende-Aktion in Demmin teilnehmen.
René Kortüm hat den Kampf gegen den Blutkrebs verloren. Katrin Kortüm (rechts) hatte Flyer verteilt, damit möglichst viele Menschen an einer Stammzellspende-Aktion in Demmin teilnehmen. privat
Fleißge Helfer bei der Aktion zur Stammzellspende in Demmin.
Fleißge Helfer bei der Aktion zur Stammzellspende in Demmin. Gudrun Herzberg
Auch Heike Behrens gehörte im Dezember zu den vielen freiwilligen Spendern, die ihr Blut für eine Gewerbeprobe gegeben haben, damit ein Stammzellspender gefunden werden kann.
Auch Heike Behrens gehörte im Dezember zu den vielen freiwilligen Spendern, die ihr Blut für eine Gewerbeprobe gegeben haben, damit ein Stammzellspender gefunden werden kann. Gudrun Herzberg
Demmin.

„Unser Papa will leben!“ unter diesem Motto hatte eine Familie aus Ganschendorf Mitte Dezember 2016 mit Unterstützung der internationalen gemeinnützigen Organisation Deutsche Knochenmarkspende (DKMS) in Demmin zur Stammzellspende aufgerufen. Der 45-jährige René Kortüm brauchte dringend diese lebensspendenden Zellen, sie waren seine einzige Heilungschance. Aber der 45-Jährige hat den Kampf gegen den Krebs verloren.

Die Familie ist in tiefer Trauer. Aber gern erinnert man sich an die Aktion in Demmin. Viele Menschen waren in die Hansestadt gekommen, um zu helfen und sich als Spender registrieren zu lassen. So wurden an diesem Tag insgesamt 277 Spender in die Kartei der Knochenmarkspende aufgenommen.

„Es gibt noch viele kranke Menschen, denen damit geholfen werden kann“, sagt Maria Matuschak vom DKMS. Sie bleibe weiter mit der Familie aus Ganschendorf in Kontakt und informiere darüber, wenn es ein Ergebnis aus der Spendenaktion gibt. „Mit Sicherheit werden wir aus dieser Aktion Spender haben, die dann irgendwo auf der Welt helfen können“, sagt sie.

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